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Geisterfahrräder in Salzgitter erinnern an verunglückte Radfahrer



Geisterfahrräder erinnern an verunglückte Radfahrer

Die Fahrräder stehen an verschiedenen Straßen in Salzgitter.

In Salzgitter wurden sogenannte Geisterfahrräder aufgestellt.
In Salzgitter wurden sogenannte Geisterfahrräder aufgestellt. Foto: Rudolf Karlizcek

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Salzgitter. Die Polizei Salzgitter beteiligt sich mit einer Aktion am Mittwoch an einer länderübergreifenden Verkehrssicherheitsaktion "sicher.mobil.leben" 2021. Der Aktionstag steht unter dem Motto "Radfahrende im Blick".



Die Polizei in Salzgitter hat anlässlich dieses Tages an insgesamt sechs Stellen sogenannte weiße Geisterräder aufgestellt. Die Räder stehen in der Kattowitzer Straße, gegenüber dem städtischen Krankenhaus, in der Konrad-Adenauer-Str./Albert-Schweitzer-Str./Willy-Brandt-Straße, der Konrad-Adenauer-Str./Swindonstraße und an der Konrad-Adenauer-Straße an der Einfahrt zu Real. Außerdem stehen die Geisterfahrräder in der Peiner Straße/Hammerschlag und der Neißestraße/Schäferkamp.

Bei den Geisterrädern handelt es sich um weiß lackierte Fahrräder, die an verletzte oder tödlich verunglückte erinnern sollen. Durch das Aufstellen sollen sie Verkehrsteilnehmer dazu veranlasst werden, das eigene Verhalten zu hinterfragen. An den Rädern sind Flyer befestigt, auf denen Unfallorte in Salzgitter markiert sind. Die Fahrräder erinnern nicht nur an Unfallopfer, sondern auch an Unfallursachen.

Geisterfahrer auf dem Rad


Eine Hauptunfallursache ist das Radeln entgegen der Fahrtrichtung. Nicht nur bei Autofahrern spricht man von Geisterfahrern, sondern ein Radfahrer als Geisterfahrer handelt ebenfalls regelwidrig.

Zum einen ist das Risiko eines Zusammenstoßes mit anderen Fußgänger oder Radfahrern größer. Zum anderen irritiert das Entgegenkommen eines Geisterfahrers und ein Ausweichmanöver anderer Verkehrsteilnehmer kann verzögert oder zu spät eingeleitet werden. Eine weitere Hauptunfallursache stellen Abbiegeunfälle dar. Autofahrer vergessen beim rechts abbiegen oft den Schulterblick und übersehen von rechts kommende Radfahrer.

Kathrin Lacey, Verkehrssachbearbeiterin bei der Polizei Salzgitter mit einem der Geisterfahrräder.
Kathrin Lacey, Verkehrssachbearbeiterin bei der Polizei Salzgitter mit einem der Geisterfahrräder. Foto: Polizei Salzgitter


Bei Abbiegeunfällen kommt es trotz geringer Geschwindigkeiten oft zu schwersten oder tödlichen Verletzungen für den Radfahrer. Die Geisterräder sollen Autofahrer daran erinnern, den Schulterblick konsequent anzuwenden und im Zweifel auch mehrmals zu schauen. Radfahrer sollten an Kreuzungen besonders aufmerksam sein und zur eigenen Sicherheit lieber einmal auf ihr Vorfahrtsrecht verzichten, um Unfälle zu vermeiden.


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