Kindertagesstätten: So hoch ist der Sanierungsbedarf

In der Stadt gibt es zahlreiche Kindertagesstätten. Doch in welchem Zustand sind die Gebäude? Das wollte nun die SPD-Ratsfraktion wissen.

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Symbolbild. | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Salzgitter. Kindertagesstätten sind wichtige Einrichtungen im städtischen Leben und bieten nicht nur Betreuungsmöglichkeiten für berufstätige Eltern, sondern ermöglichen Kindern auch Zugang zu früher Bildung. Doch in welchem Zustand sind die Gebäude, in denen die Jüngsten Tag für Tag ihre Zeit verbringen? Die SPD-Fraktion im Rat wollte nun in einer Anfrage wissen, welchen Sanierungsbedarf die Stadtverwaltung bei den Betreuungseinrichtungen sieht.



Wie die SPD-Ratsfraktion in ihrer Anfrage schreibt, gebe es offenbar bei diversen Kindertagesstätten einen größeren Sanierungsbedarf an den jeweiligen Gebäuden. Dies sei teilweise auch durch Schadstofffunde bedingt. Die Ratsfraktion möchte daher unter anderem wissen, welche Einrichtungen konkret betroffen sind und wer für Instandhaltung und Sanierung zuständig ist.

Zahlreiche Maßnahmen seit 2015


In ihrer Antwort schreibt die Stadtverwaltung zunächst in einer Vorbemerkung, dass sie von 2015 bis 2025 insgesamt 877 Kindergarten- und 195 Krippenplätze neu geschaffen habe. Zusätzlich würden aktuell in Salzgitter-Ringelheim ein Erweiterungsbau und Planungen für eine weitere Kita in Salzgitter-Lesse laufen. Die Verwaltung habe in den letzten Jahren aufgrund von plötzlich gemeldeten Schadstoffbelastungen, bei denen es zum Beispiel um Feuchtigkeit oder Unwetterschäden ging, immer wieder spontan Lösungen entwickeln müssen. So sei beispielsweise ein kurzfristiger Umzug der Kinder der Kita Lesse organisiert worden. Auch für weitere Sanierungsmaßnahmen hätten kurzfristig Lösungen gefunden werden müssen.

Zwischen 2021 und 2025 habe unter anderem eine umfangreiche Schimmelsanierung in der Kita St. Markus, Küchensanierungen in verschiedenen Kitas sowie eine Sanierung der Heizungsanlage in der Kita Am Festplatz stattgefunden. Hinzu seien umfangreiche Sanierungen von Außengeländen, dem Elektrohausanschluss in der Kita St. Lukas sowie Elektroinstallationen in der Kita St. Georg gekommen.

Großteil der Kindertagesstätten sanierungsbedürftig


An den Kindertagesstätten in städtischen Gebäuden würden regelmäßig Bauunterhaltungsarbeiten durchgeführt und in einer Dokumentation festgehalten. Ein möglicher Sanierungs- und Investitionsbedarf sei abhängig vom gewünschten Gebäudestandard – dies beziehe sich auf die Nutzung und auf den technischen Standard. Wenn aktuelle Anforderungen und Vorgaben für die Planung von neuen Kindertagesstätten als Grundlage dienen, sei ein Großteil der Kindertagesstätten im Bestand sanierungsbedürftig. Für eine ansatzweise belastbare Kostenermittlung müssen dann für alle Kindertagesstätten Bestandaufnahmen und entsprechende Planungen und Berechnungen durchgeführt werden.

Für eine Ermittlung des Sanierungsbedarfs müssten jedoch entsprechende Aufträge an Architekten und Ingenieure ausgeschrieben und vergeben werden. Bei einem städtischen Kita-Gebäudebestand von 30 Liegenschaften würden sich dadurch Kosten in Höhe von etwa 2,12 Millionen Euro ergeben – diese stünden jedoch derzeit nicht zur Verfügung.

So ist die Lage bei anderen Trägern


Auch bei Kindertagesstätten anderer Träger gebe es einen erheblichen Sanierungsbedarf. Bei den Kitas Friedenskirche, Am Blütenweg, St. Markus, St. Petrus und St. Georg müssten überwiegend Dachsanierungen sowie partielle Schadstoffsanierungen durchgeführt werden. Insgesamt würden sich hier die geschätzten Kosten auf bis zu 2,26 Millionen Euro belaufen.

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