Kranke Siebenschläfer gefunden: Suche nach Babys erfolglos

von Julia Seidel


Die Helfer suchten nach kleinen Löchern in den Bäumen, in denen sich die Tiere aufhalten konnten. Foto: Rudolf Karliczek
Die Helfer suchten nach kleinen Löchern in den Bäumen, in denen sich die Tiere aufhalten konnten. Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. Am gestrigen Dienstag ist in einem Waldgebiet in Salzgitter Lichtenberg nach den Jungen eines Siebenschläfers gesucht worden. Wie der Verein Kleintierhilfe & Exotenasyl im Gespräch berichtet, wurden am Montag zwei kranke Siebenschläfer gefunden. Ein Weibchen solle scheinbar grade Junge zur Welt gebracht haben.


Demnach sollen beide Siebenschläfer Gleichgewichtsstörungen aufgewiesen haben. Sie konnten nicht mehr klettern und sind ständig vom Baum gefallen. Nach ersten Vermutungen des Vereins könnten die Tiere vergiftet worden sein. Da das Weibchen vergrößerte Zitzen und vaginale Blutungen hatte, sei davon ausgegangen worden, dass sich auch Jungtiere in diesem Gebiet aufhalten.

Baumkletterer suchen Bäume ab


Um die Suche nach den Babys des Siebenschläferweibchens voranzutreiben fragte die Kleintierhilfe zunächst nach Hilfe der Feuerwehr. Denn um die Bäume in der Umgebung abzusuchen wurde eine größere Leiter gebraucht. Diese konnte jedoch auf versicherungstechnischen Gründen nicht mit der Leiter in den Wald kommen. Obwohl die Freiwillige Feuerwehr Lichtenberg zunächst ihre Hilfe für den kommenden Tag angeboten hatte, musste dieser Einsatz wieder abgesagt werden, da es Einwände vonseiten der Stadt gegeben habe, wie Pia Genschow, Unterstützerin der Kleintierhilfe, berichtet.

Die umliegenden Bäume wurden somit von eigens von der Kleintierhilfe engagierten Baumkletterern abgesucht. "Weit können die Tiere nicht sein. Die Siebenschläfer gehen nie weit von ihrem Nest weg", weiß Genschow. Nach Eintreten der Dunkelheit musste die Suche nach den Siebenschläferwelpen erfolglos abgebrochen werden. Siebenschläfer stehen unter Naturschutz und sind stark bedroht.


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