Salzgitter. In der Lessingstraße in Salzgitter-Lebenstedt läuft seit den frühen Morgenstunden ein größerer Polizeieinsatz. Nach Angaben eines Anwohners begann der Einsatz am Samstagmorgen bereits kurz nach 4 Uhr. Zuvor sollen laute Schreie aus dem Bereich einer Wohnung zu hören gewesen sein. Ein Anwohner habe daraufhin die Polizei verständigt.
Kurz danach rückten nach Angaben aus der Nachbarschaft ein Rettungswagen, ein Notarzt sowie etwa fünf bis sechs Polizeifahrzeuge an.
Nach bislang unbestätigten Informationen soll ein Streit in einer Wohnung an der Lessingstraße eskaliert sein. Auslöser der Auseinandersetzung soll eine weiße Geldbörse gewesen sein. Dabei wurde ein Mann verletzt. Nach Angaben eines Ersthelfers soll der Mann eine erhebliche Schnittverletzung auf der linken Körperseite erlitten haben. "Ein ganzes Stück haben sie da bei Rippen rausgeschnitten", erzählte eine Ersthelferin gegenüber regionalHeute.de. Eine offizielle Bestätigung zur Art und Schwere der Verletzungen liegt bislang nicht vor.
Eine Festnahme
Nach bislang unbestätigten Informationen soll eine Person festgenommen worden sein. Welche Rolle die betreffende Person bei der Auseinandersetzung gespielt haben soll, ist derzeit nicht bekannt. Eine offizielle Bestätigung der Festnahme liegt bislang ebenfalls nicht vor.
Polizei sichert Spuren auf der Straße und dem Gehweg
Die Spurensicherung hat inzwischen ihre Arbeit aufgenommen. Über eine Strecke von mehr als 100 Metern sind augenscheinliche Blutspuren zu erkennen. Zahlreiche Spuren wurden durch die Spurensicherung mit Kreide markiert und fotografisch dokumentiert. Vor einem Hauseingang befindet sich zudem eine größere Blutlache. An einer weiteren abgesperrten Stelle liegt neben mutmaßlichen Blutspuren ein schwarzer BH.
Mehrere Bereiche rund um die Lessingstraße sind weiterhin großräumig abgesperrt. Für zusätzliche Herausforderungen sorgt am Samstagmorgen die Einschulung an einer Schule in unmittelbarer Nähe des Einsatzortes. Eltern, Kinder, Anwohner und andere Passanten müssen aufgrund der Absperrungen teilweise auf andere Wege ausweichen.
Polizeikräfte erklären den Menschen vor Ort, dass die abgesperrten Bereiche aufgrund der laufenden Spurensicherung nicht betreten werden dürfen. Vereinzelt kommt es dabei zu Diskussionen, weil Anwohner oder Passanten ihre gewohnten Wege nutzen möchten. Die Polizei verweist auf alternative Wege und hält die betreffenden Bereiche für die Ermittlungs- und Spurensicherungsarbeiten frei.
Es gibt Hinweise auf eine mögliche Auseinandersetzung mit einem Messer. Eine offizielle Bestätigung zum genauen Tathergang, zum möglichen Tatmittel sowie zu den Hintergründen steht bislang aus. Die Ermittlungen und die Spurensicherung vor Ort dauern an.
