Sportplatz als Neubaugebiet: In diesem Dorf regt sich Widerstand

Die Stadt Salzgitter plant dort mit neuen Einfamilienhäusern, einige Bewohner wollen den Sportplatz aber komplett erhalten.

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Eine Gruppe von Bewohnern aus Groß Mahner ist gegen das Neubaugebiet auf dem Sportplatz.
Eine Gruppe von Bewohnern aus Groß Mahner ist gegen das Neubaugebiet auf dem Sportplatz. | Foto: Philip Reupke

Salzgitter. Gegen die Pläne der Salzgitteraner Stadtverwaltung, in Groß Mahner den Sportplatz in ein Neubaugebiet umzuwandeln, formiert sich vor Ort Widerstand.



Wie wir berichteten, liegt den städtischen Ausschüssen derzeit der Bebauungsplan der Verwaltung mit dem Titel "Ehemaliger Sportplatz" vor. Dieser Plan sieht vor, auf dem ehemaligen Fußballplatz bis zu zwölf Einfamilien- und Reihenhausgrundstücke zu errichten. Änderungsvorschläge wurden bereits eingereicht – etwa einer der Gruppe Grüne/Die Partei mit dem Ziel, etwas weniger als die geplante Fläche von 7.700 Quadratmetern nicht zu bebauen, sondern stattdessen zu einem Naherholungsgebiet werden zu lassen. Die SPD hatte ebenfalls bereits einen Änderungseintrag eingereicht.

Gruppe aus Groß Mahner lehnt den Bebauungsplan ab


Offenbar regt sich nun aber unter anderem auf Initiative der örtlichen CDU auch Widerstand im Dorf gegen den Bebauungsplan insgesamt – wie Anne Groß, eine solche "Mahnersche", gegenüber regionalHeute.de mitteilt. In einer von ihr verschickten Pressemitteilung einer Gruppe von Bewohnern aus Groß Mahner heißt es: "Bislang konnte in Groß Mahner kein Einwohner ausfindig gemacht werden, der eine Bebauung des Sportplatzes begrüßen würde." Rund 70 Dorfbewohner hätten sich demnach jetzt am Sportplatz getroffen, um sich zu beraten. Demnach sei die Verärgerung groß, dass vorher keine Befragung stattgefunden habe.

Den von der Verwaltung als Begründung angeführten Bedarf an Bauland sieht diese Gruppe nicht. Und erklärt: "Der bereits seit einigen Jahren stattfindende Generationenwechsel in den Bestandsimmobilien ist eine gesunde, allmähliche Entwicklung des Dorfes. Überwiegend junge Familien mit Kindern haben diese erworben und bereichern die Dorfgemeinschaft."

Keine Neubauten, Sportplatz soll bleiben


Auf einem selbstgemalten Plakat, das bei der Versammlung zu sehen war, steht der Slogan: "Tore schießen, statt Estrich gießen". Die Botschaft ist deutlich: Auf Neubauten könne diese Gruppe gut verzichten, der Sportplatz solle erhalten bleiben.

Die Gruppe habe jetzt bei ihrem Treffen spontan vereinbart, einen Dorfgemeinschaftsverein gründen zu wollen. Dieser könnte sich um die Bewirtschaftung des Sportplatzes kümmern. Laut der Pressemitteilung hätten sich alle Bewohner, die bei dem Treffen anwesend waren, in einer Liste eingetragen und erklärt, dem Verein beitreten zu wollen. Eine Gruppe von zehn Personen werde zunächst die Gründung veranlassen und an die Stadt wegen der Pachtung des Sportplatzes herantreten.

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