Salzgitter. Das Schicksal des St. Elisabeth-Krankenhauses ist endgültig besiegelt. Wie heute bekannt wurde, schließt die Einrichtung bereits in zwei Tagen ihre Pforten. Nun meldet sich Oberbürgermeister Frank Klingebiel in einer Pressemitteilung für das Bündnis „Erhalt des St. Elisabeth Krankenhauses“ zu Wort.
“Wir können und wollen es noch nicht wahrhaben! All unsere Bündnis-Aktivitäten, Hintergrundgespräche und Fortführungsvorschläge, unser bevorstehender Runder Tisch am 30.10.2026 mit dem Gesundheitsminister Dr. Philippi und dem Weihbischof Dr. Marahrens werden vom EVV kategorisch ignoriert. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Belegschaft und der Bürgerschaft! Ich bin als OB, aber auch als Christ persönlich tief betroffen und vor allem: sauer“, so Klingebiel.
Letzter Interessent abgesprungen
Die Vertreter unseres Bündnisses, die seit Wochen vehement für das Krankenhaus kämpfen und heute Mittag vom Generalbevollmächtigten und dem Sachwalter persönlich im Rathaus in Lebenstedt über die bevorstehende Schließung informiert wurden, sind in diesen schweren Stunden in Gedanken bei der Belegschaft. Generalbevollmächtigter und Sachwalter teilten mit, dass der letzte verbliebene Fortführungsinteressent nach intensiven Verhandlungen Ende letzter Woche abgesprungen ist und der EVV trotz unserer Bündnisaktivitäten - zuletzt am letzten Mittwoch in Hannover und Hildesheim - sich weiterhin - aus Bündnissicht „eiskalt“ jedem Lösungsansatz verschließt.
Bündnis fordert Umkehr
Als Reaktion darauf fordert das Bündnis den EVV und seine katholischen Eigentümer eindringlich auf, diese Betriebsschließung bis heute um 24 Uhr noch abzuwenden. Diese Deadline sei insolvenzrechtlich gesetzt und laut Aussagen des Generalbevollmächtigten und des Sachwalters mit Blick auf drohende persönliche Haftungsfragen unabdingbar. Unabhängig davon werde man als Bündnis weiterhin den Unmut über das verantwortungslose Verhalten des EVV und den bundespolitischen Irrweg der Zentralisierung von Krankenhausleistungen zum Ausdruck bringen.

