Syrische Mitbürger bedanken sich - Alltagsmasken für alle am Gewerkschaftshaus

Am heutigen Donnerstag können von 9 bis 12 Uhr Alltagsmasken am Gewerkschaftshaus gegen eine Spende abgeholt werden. Mehr als 2.000 Masken wurden von syrischen Geflüchteten genäht.

Über 2.000 Behelfsmasken wurden von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern genäht.
Über 2.000 Behelfsmasken wurden von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern genäht. | Foto: Rudolf Karliczek

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Salzgitter. Am Donnerstag, dem 30. April können sich Passanten in der Zeit von 9 bis 12 Uhr Behelfsmasken vor dem Gewerkschaftshaus in der Chemnitzer Straße 33 in Salzgitter-Lebenstedt gegen eine Spende abholen. Die Behelfsmasken sind selbstgenäht. Die Idee dazu stamme von syrischen Mitbürgern, die sich mit dieser Hilfsaktion bedanken möchten, dass sie in Deutschland einen sicheren Zufluchtsort gefunden haben. Eine Ansprechpartnerin, um die Idee umzusetzen, fanden sie in Eva Fuhrmann von der AWO, die sich bereits seit längerem in unserer Stadt um syrische Geflüchtete kümmert. Hierüber berichtet die IG Metall in einer Pressemitteilung.


Die Idee war da, auch eine Ansprechpartnerin, die gut vernetzt ist. Jetzt fehlte nur noch eine finanzielle Starthilfe. Unterstützung fand sie bei der IG Metall und dem Betriebsrat der Salzgitter Flachstahl. „Ohne die finanzielle Starthilfe vom Betriebsrat der Salzgitter Flachstahl wäre die Hilfsaktion nicht in diesem Umfang möglich gewesen“, berichtete Eva Fuhrmann und bedankt sich stellvertretend beim Betriebsratsvorsitzenden Hasan Cakir für die Unterstützung.

Mehr als 2.000 Masken genäht


Insgesamt fertigten die zwölf Helferinnen und Helfer bereits mehr als 2.000 Masken und stellten diese in der größten Not fehlender Schutzmittel etlichen Pflegeheimen und Pflegeeinrichtungen zur Verfügung ebenso wie dem Hospiz und der Tafel in Salzgitter. Nun sollen die Masken aber auch den Privathaushalten zugutekommen, dadurch entstand die Idee der Verteilaktion vor dem Gewerkschaftshaus.

„Wir unterstützen ganz ausdrücklich, was die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer mithilfe von unserer Kollegin und vielfachen Bündnispartnerin Eva Fuhrmann auf die Beine stellen,“ erläutert Matthias Wilhelm, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Salzgitter-Peine und ergänzt „umso erfreulicher ist es für uns, dass wir neben einer finanziellen Unterstützung, zur Maskenfertigung auch T-Shirts aus vorausgegangenen politischen Kampagnen des IG Metall Vorstandes zur Verfügung stellen konnten, die nun neues Leben eingehaucht bekommen.“

Materialspenden weiterhin erbeten


Zur weiteren Maskenfertigung sammelt die IG Metall weiterhin kochfeste Baumwollstoffe, Garn und Gummilitze, die vor der Eingangstür des Gewerkschaftshauses in einem Korb abgegeben werden können. Die Materialien werden in regelmäßigen Abständen an die ehrenamtlichen Näherinnen und Näher übergeben, um daraus weiterhin Masken zu fertigen.

Wer noch dringend eine Maske benötigt, könne sich direkt bei Eva Fuhrmann unter der Rufnummer 0170 4910315 melden. Insbesondere viele Senioren, die selbst nicht mehr so mobil sind, hätten dieses Angebot schon vielfach dankend in Anspruch genommen.