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Schillerplatz: Mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer statt Linksabbiegespur?



Gifhorn

Schillerplatz: Mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer statt Linksabbiegespur?

Laut CDU würde es durch Missbrauch der Linksabbiegespur häufig zu gefährlichen Situationen kommen. Zudem hätten Radfahrer und Fußgänger zu wenig Platz. Beides wolle man entschärfen.

von Alexander Dontscheff


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: pixabay

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Gifhorn. Im Einmündungsbereich der Braunschweiger Straße zum Schillerplatz komme es immer wieder zu gefährlichen Situationen, vor allem für Fußgänger und Radfahrer. Das möchte die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Gifhorn ändern. Da es auch mit der Linksabbiegespur in Richtung Flutmulde häufiger Probleme gebe, wolle man möglichst beides gleichzeitig angehen. Und zwar in einem Antrag, der in der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Bauordnung und Umwelt am heutigen Montag diskutiert wird.



Demnach beantragt die CDU-Fraktion, dass die Verwaltung prüfen und Vorschläge erarbeiten solle, ob eine Möglichkeit bestehe, durch den Wegfall der Linksabbiegespur am Schillerplatz aus Richtung Braunschweiger Straße, die Fuß- und Radwege auf beiden Seiten zu verbreitern. Die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer in diesem besonders gefährdeten Bereich solle so erhöht werden. Möglichst aber ohne, dass die Verkehrslage an diesem Punkt übermäßig strapaziert und beeinträchtigt werde.

Sichtachse häufig blockiert


Im Einmündungsbereich komme es gerade auch an beiden Ecken für Fußgänger und Radfahrer immer wieder zu gefährlichen Situationen, da die Sichtachse der Beteiligten durch die Bebauung der Grundstücke, aber auch die „Wartezone“ durch Fußgänger und Radfahrer an den Ampeln, wenn nicht ständig blockiert, so doch immer sehr beeinträchtigt werde, heißt es in der Begründung des Antrags.


Zudem werde die Linksabbiegespur aus Richtung Bahnhof auch von Fahrzeugen genutzt, die gar nicht in die Oldaustraße abbiegen wollten. Diese würden laut CDU die Spur nur wählen, um nicht zu lange in der „Warteschlange der Geradeausfahrer“ zu stehen, um bei der nächsten Ampelphase als „Erster“ in die Geradeausfahrspur zu wechseln. Dabei komme es oft zu gefährlichen Situationen. Auch dieses sei ein Grund, diese Fahrspur zugunsten des Rad- und Fußweges zu opfern.

Ortsfremden Fahrern helfen


Ferner werde die Linksabbiegespur nicht übermäßig benutzt, sodass die Verkehrsteilnehmer zur Oldaustraße auch die Geradeausspur nutzen könnten, um dann gleich nach dem Überqueren der Ampellinie in die Abbiegespur zur Oldaustraße zu wechseln. Auch würde man durch diese Maßnahme ortsunkundigen Autofahrern verkehrstechnisch helfen. Denn viele Verkehrsteilnehmer, die eigentlich in Richtung Stadthalle fahren wollten, ordneten sich irrtümlich in die Linksabbiegespur ein, weil sie nicht geradeaus auf den Schillerplatz fahren wollten, sondern links fahren möchten.

Des Weiteren wolle man in der Stadt Gifhorn eine fahrradfreundliche Kommune sein. Deshalb sei es auch wichtig, für die Sicherheit der Fahrradfahrer zu sorgen und auch laufend etwas dafür zu tun. Gerade an der Einmündung Braunschweiger Straße/Schillerplatz wäre es
schön, wenn eine Entschärfung der Gefährdung stattfinden könnte, so die CDU abschließend.

Die Entscheidung fällt der Rat der Stadt am 7. Dezember.


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