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Schlossplatz: Pink kritisiert Einlassung des HAB-Direktors

von Marc Angerstein


Dieser Siegerentwurf zur Neugestaltung des Schlossplatzes ruft bei FDP-Ratsherr Rudolf Ordon keine Begeisterung hervor. Visualisierung:  Landschaftsarchitektur Mann
Dieser Siegerentwurf zur Neugestaltung des Schlossplatzes ruft bei FDP-Ratsherr Rudolf Ordon keine Begeisterung hervor. Visualisierung: Landschaftsarchitektur Mann

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14.09.2016

Wolfenbüttel. Ratsherr Rudolf Ordon (FDP) hat sich in einem Antrag gegen den Entwurf zur Neugestaltung des Schlossplatzes ausgesprochen. Hierfür bekäme er Rückendeckung des Direktors der Herzog-August-Bibliothek (HAB), Prof. Dr. Peter Burschel.



Der Ausschuss für Bau, Stadtentwicklung und Umwelt hatte am heutigen Dienstag über den FDP-Antrag zu beraten. Ordons Ansicht nach würde die vorgesehene Umgestaltung "der herausragenden Bedeutung der Bibliothek als kulturellem Zentrum der Stadt und der Region zuwiderlaufen." Eine Straßenführung unmittelbar am Zeughaus vorbei ignoriere, dass sich dort Lese- und Arbeitsräume der Herzog-August-Bibliothek befinden, die durch die Verlagerung des Verkehrslärms von der Mitte des Platzes hin zum Zeughaus hierfür nicht mehr benutzbar seien. Außerdem würden dann mehrere Buslinien so nah am Gebäude vorbeilaufen, dass es unter den Erschütterungen des Verkehrs leiden müsse. Diese Überlegungen würden vom Direktor der Herzog-August-Bibliothek, Prof. Dr. Peter Burschel, geteilt werden.


So könnte der neue Schlossplatz aussehen. Visualisierung: Landschaftsarchitektur Mann Foto:



Mehrheitliche Ablehnung



Die Ausschussmitglieder lehnten den Antrag, mit Ausnahme von Ordons Gruppenkollegen Werner Heise (Sprecher Piraten und FDP), der den Antrag in Vertretung verteidigte, ab. Mehrheitlich war man sich einig, dass man jetzt erst mit der genauen Planung beginne und man später über entsprechende Pläne noch diskutieren könne. Ordons Befürchtungen teilte man nicht. Gerhard Kanter (CDU) entgegnete: "Es gibt doch noch gar keine Pläne. Wir wissen doch noch gar nicht wie die Abstände sind."

Ansage an den HAB-Direktor




Bürgermeister Thomas Pink verwies darauf, dass die Neugestaltung des Schlossplatzes aus dem Bürgerbeteiligungsprozess "Zukunftsprofil" entstanden sei. Er berichtete zudem, dass man die Pläne der Neugestaltung auch der Niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić, vorgestellt habe, deren Ministerium die Bibliothek untersteht. Heinen-Kljajić habe keine Einwände gehabt. Pink kritisierte die offenbar nicht nur durch den Antrag übermittelten Einlassungen von Prof. Dr. Burschel: "Fragen der Stadtplanung und Entwicklung und Entscheidungen über Straßen und Plätze in Wolfenbüttel trifft immer noch der Rat der Stadt Wolfenbüttel und nicht der Direktor der Herzog-August-Bibliothek."

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