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Schluss nach sechs Jahren: Lars Alt tritt nicht mehr als JuLi Vorsitzender an



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Schluss nach sechs Jahren: Lars Alt tritt nicht mehr als JuLi Vorsitzender an

Lars Alt will nach sechs Jahren der Spitze der jungen Liberalen Niedersachsen sein Amt als Vorsitzender der Jugendorganisation der FDP niederlegen. Grund dafür ist ein Beschluss der JuLis.

von Niklas Eppert


Lars Alt tritt nicht mehr als Vorsitzender der niedersächsische JuLis an.
Lars Alt tritt nicht mehr als Vorsitzender der niedersächsische JuLis an. Foto: FDP

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Hannover/Helmstedt. Wie Lars Alt, der Noch-Vorsitzende der jungen Liberalen Niedersachsen, gegenüber regionalHeute.de bestätigt, wird der 29-Jährige im kommenden Jahr nicht mehr für den Vorsitz der JuLis Niedersachsen antreten. Grund hierfür sei ein Beschluss der JuLis, nachdem ein Landtagsmandat nicht mit dem Vorsitz der Jugendorganisation vereinbar sei. Danach würde seine sechsjährige Amtszeit im Sommer 2021 beim Landeskongress der JuLis enden. Alt ist seit Oktober dieses Jahres Abgeordneter des Niedersächsischen Landtags.



Laut Satzung der jungen Liberalen sind politische Posten und Verbandsämter nicht miteinander vereinbar. Daher sei es auch für Lars Alt keine große Frage gewesen, nicht noch einmal für den Vorsitz des Verbandes anzutreten. Nach sechs Jahren, so Alt, tue eine neue Führung den JuLis ohnehin gut. Alt, der dem sozialliberalen Flügel der FDP zugerechnet wird, hatte sich in der Vergangenheit für eine Öffnung der FDP hin zu einer Ampelkoalition mit SPD und Grünen eingesetzt.

Für Alt räumt der Verzicht auf das Amt auch ein Paradox aus dem Weg, dem sein Doppelmandat unterworfen war. Die jungen Liberalen sind für Alt die kritische Stimme innerhalb der FDP, der Landesverband speziell gegenüber der Landtagsfraktion. Als Mitglied dieser Fraktion könnte er schwerlich glaubwürdige Kritik an Politik formulieren, die er selbst mitzuverantworten habe.

Rückblick auf eine bewegte Amtszeit


Unter Alt hätten die niedersächsischen JuLis geholfen, die FDP auf einen neuen Kurs zu bringen. Beschlüsse zum Wahlrecht ab 16, der Legalisierung von Cannabis und kostenlosem Schülertransport seien in Alts Amtszeit von den JuLis in die FDP getragen worden. Zudem hätte sich seit 2014 die Mitgliederzahl der jungen Liberalen verdoppelt, ebenso der Stimmenanteil der FDP. Alt blickt also auf eine aus seiner Sicht erfolgreiche Amtszeit zurück. "Mir haben diese Jahre gezeigt, dass man eigentlich nirgends etwas so konkret verändern kann wie in Parteien. Wir haben den unterrepräsentierten jungen Menschen in unserer Gesellschaft Gehör verschafft", so der scheidende Vorsitzende.

Auf einen Nachfolger will sich Alt auf Nachfrage nicht festlegen, an diesen Diskussionen wolle er sich nicht beteiligen. Er sieht allerdings viele geeignete Köpfe in den Reihen der JuLis. Sein Wunsch wäre allerdings, dass ein neuer Vorstand weiblicher und jünger würde. In Zukunft wolle er sich voll auf seine Mandate konzentrieren, neben dem im Landtag sitzt Alt auch im Helmstedter Kreistag. Diese beiden Ämter sieht Alt übrigens nicht kollidierend. Der Landtag eröffne ihm ganz neue Informationwege, von denen die Arbeit auf Kreisebene profitiere. Und auf seine Fraktionskollegen im Landkreis Helmstedt, erzählt Alt, sei ohnehin verlass.


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