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"Schmales Bekleidungsbudget": Polizeigewerkschaft fordert mehr Geld für Ausrüstung

In Niedersachsen steht für die Ausrüstungkosten der Polizeikräfte maximal ein Budget von 200 Euro pro Beamten zur Verfügung. Zu wenig für hochwertige Ausrüstung, findet die Gewerkschaft.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: regionalHeute.de

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16.10.2020

Hannover. Die Polizei Niedersachsen verfügt jährlich über gestaffelte Bekleidungsbudgets für die Ausrüstung ihrer Polizeibeamten. Der höchste Betrag, über den verfügt werden könne, beträgt 200 Euro. Nachdem auf Initiative der Gewerkschaft der Polizei (GdP) im Frühjahr die seit längerem geforderten Überziehschutzwesten eingeführt wurden, kritisiert die GdP beim Blick auf die nun veröffentlichten Kosten für einzelne Bestandteile der Ausrüstung, dass man das "schmale Budget", das der Polizei zur Verfügung steht, missachtet habe. „Es ist dringend geboten, dass ausreichend Haushaltsmittel bereitgestellt werden, damit eine deutliche Kostensenkung, bestenfalls eine Kostenübernahme erfolgt“, so der stellvertretende Landesvorsitzende Kevin Komolka. Die GdP fordert daher eine Aufstockung des Bekleidungsbudget um die zusätzlichen Kosten für die Überziehwesten und andere "hochwertige Bekleidung" für die Einsatzkräfte tragen zu können.



„Eine vollständige Uniform, bestehend aus Hose, Shirt, Überziehweste, Troyer (Pullover) und Stiefeln kostet laut aktueller Preisliste 488 Euro. Das jährliche Bekleidungsbudget beträgt allerdings nur 200 Euro. Das heißt, man benötigt bis zu 3 Jahre um eine vollständige, winterfeste, den neuen Standards entsprechende Uniform zu beschaffen“, erklärt Komolka. Die Freude über die Erfolge bei der Einführung der Überziehschutzweste werde durch die ausbleibende finanzielle Unterstützung stark getrübt.

Die Gewerkschaft bewerte das Anbieten hochwertiger Dienstbekleidung als lobenswert. Im hochpreisigen Segment vergesse man aber das schmale Budget. Es dürfe nicht sein, dass es eine Frage des Geldbeutels sei, wer sie nutzen könne. Darum müsse das Bekleidungsgeld den seit Jahren steigenden Preisen der Artikel angeglichen werden. „Unsere Kolleginnen und Kollegen haben diese Form der Wertschätzung verdient“, stellt Komolka klar.


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