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Schülerbeförderung zu Corona: Landkreis Goslar prüft verschiedene Optionen

Unter anderem könnte über eine Entzerrung der Schulzeiten eine Lösung sein.

von Anke Donner


symbolfoto
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04.11.2020

Goslar. Deutschland ist im zweiten Corona-Lockdown. Mit dieser Maßnahme, die unter anderem die Schließung von Restaurants und Freizeiteinrichtungen umfasst, will die Bundesregierung die Ausbreitung der Pandemie eindämmen. Kitas und Schulen bleiben hingegen geöffnet. Doch lauert nicht besonders in den Bussen die Gefahr einer unkontrollierten Ausbreitung des Virus?



Während der Pressekonferenz zu den neuen Corona-Verordnungen am vergangenen Mittwoch wurde der Bundeskanzlerin genau diese Frage gestellt. Wie wolle man eine Ausbreitung in den zum Teil sehr vollen öffentlichen Verkehrsmitteln verhindern und wie kann und will man -insbesondere Schüler - schützen? Die Bundeskanzlerin antwortet drauf, dass man hier noch einmal an die Länder appelliert habe, auch im Schulbusverkehr noch einmal eine Verbesserung zu erzeugen.

Zwei Optionen werden geprüft


regionalHeute.de hat beim Landkreis Goslar nachgefragt, wie man dort eine Verbesserung erzielen wolle und wie man Fahrgäste schützen will. Landkreissprecher Maximilian Strache sagt, dass dem Umstand der vollen Busse, seit Monaten mit einer Maskenpflicht im ÖPNV Rechnung getragen werde. Sollte dies – vor allem im Bereich der Schülerbeförderung – nicht mehr ausreichen, würde es unterschiedliche Optionen geben, auf diese Problematik zu reagieren. Unter anderem könnten die Kapazitäten erhöht werden. Laut Auskunft des Unternehmens Harzbus, das einen Großteil der Schülerbeförderung im Gebiet des Landkreises Goslar abdeckt, könnten zusätzliche Busse kurzfristig eingesetzt werden. "Dazu bedürfe es jedoch einer entsprechenden Rahmenvereinbarung hinsichtlich der betrieblichen und kaufmännischen Details, sprich: es müsste zusätzliches Geld in die Hand genommen werden", so Strache und erklärt, dass eine weitere Möglichkeit die Entzerrung der Schulzeiten wäre. "Zur Diskussion steht auch ein Modell zur Entzerrung der Schulzeiten, beispielsweise versetzter Schulbeginn. Dies ist eine Option, die vor allem bei den Schulleitungen für wenig Begeisterung sorgt, da die Organisation als ausgesprochen schwierig dargestellt wird. Im Landkreis Goslar werden beide Optionen diskutiert und geprüft, eine abschließende Entscheidung wurde noch nicht getroffen", sagt der Landkreissprecher abschließend.


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