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Schulenberger Bürger kritisieren Busverbindung



Goslar

Schulenberger Bürger kritisieren Busverbindung

von Anke Donner


In Schulenberg und Clausthal-Zellerfeld ist man mit der Busverbindung unzufrieden. Symbolfoto: Pixabay
In Schulenberg und Clausthal-Zellerfeld ist man mit der Busverbindung unzufrieden. Symbolfoto: Pixabay Foto: pixabay

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Clausthal-Zellerfeld. Bürger in Clausthal-Zellerfeld und Schulenberg sind offenbar unzufrieden mit der derzeitigen Busverbindung. So schilderte es jedenfalls Alexander Ehrenberg, Kreistagsabgeordneter der SPD, in seiner Anfrage, die in der jüngsten Kreistagssitzung auf den Tisch kam.



Laut Ehrenberg betreffe das Problem vor allem die Linie 841, die eigentlich die Verbindung zwischen Clausthal-Zellerfeld und Schulenberg sicherstellen soll. Seit August sei dieseVerbindung jedoch dahingehend eingeschränkt, dass in den Schulferien und an schulfreien Werktagen nur zwei Fahrten - Abfahrt Schulenberg 7:12 Uhr und 13:50 Uhr - angeboten werden. An Sonnabenden sowie an Sonn- und Feiertagen sei die Verbindung gänzlich eingestellt worden.

Bürger hätten ihm berichtet, dass der Regionalverband Großraum Braunschweig auf Nachfrage erklärte, man solle das Angebot des EcoBusses zu nutzen. Dieser befinde sich laut Ehrenberg aber in einer Pilotphase, die um den Monatswechsel Februar/März 2019 eingestellt werden soll. Nun wollte Ehrenberg wissen, wie es in den beiden Ortschaften mit der ÖPNV-Verbindung weitergehen soll.

EcoBus überfüllt


Die Anfrage von Nutzern im Pilotgebiet sei seit Beginn der Pilotphase derart groß, dass das vorgehaltene Angebot diese nicht decken könne. Schulenberger Bürger hätten ihm dazu berichtet, dass bereits bei Buchung des EcoBusses in den frühen Morgenstunden die Mitteilung über lange Wartezeiten komme.

Ehrenberg wollte daher von der Kreisverwaltung wissen, ob die Reduzierung der ÖPNV-Versorgung mit dem Landkreis Goslar oder mit dessenVertretern in der Verbandsversammlung des Großraumverbandes BS abgestimmt wurde. Weiter wollte der SPD-Abgeordnete wissen, ob derGroßraumverband solch eine Reduzierung überhaupt ohne weiteres vornehmen könne und wann mit einerWiederaufnahme einer verläßlichen ÖPNV-Versorgung zwischenClausthal-Zellerfeld und Schulenberg zu rechnen sei.

Keine Reduzierung, sondern Optimierung



Die Antwort lieferte noch während der Sitzung Landrat Thomas Brych. Dieser erklärte, dass der Regionalverband Großraum Braunschweig seine Gremien als projektführender Aufgabenträger über das Projekt „EcoBus" detailliert informiert habe. Bei der Einführung des Projektes sei es nicht um eine Reduzierung des Angebotes gegangen, sondern lediglich um die Vermeidung von Parallelfahrten. Intention sei vielmehr die Ausweitung und Flexibilisierung des Angebotes sogar in die Randlagen hinein gewesen. Eine dem bestehenden Angebot mindestens entsprechende Bedienung durch das Pilot-Projekt EcoBus sei dabei grundlegende Zielsetzung gewesen.

Falls es innerhalb der Projektphase bisher zu Problemen kam, seien diese zeitnah mit dem Regionalverband und dem gegenwärtigen Betreiber RBB erörtert und Lösungsansätze gefunden worden, versicherte der Landrat.

Nach der Pilotphase kommt der Regelbetrieb wieder


Für die Linie 841 sei es richtig, dass die Kleinstbusfahrten auf der Linie 841 im Rahmen des laufenden Projekts gestrichen wurden, da diese Fahrten mit dem EcoBus abgedeckt werden sollten. Nach Beendigung des Pilotprojekts sollen die Fahrten jedoch wieder als Kleinstbusfahrt im Fahrplan der Linie 841 aufgenommen werden.

Aufgrund der enormen positiv zu wertenden Nachfrage arbeite man seitens des Regionalverbandes bereits jetzt an Konzeptmöglichkeiten für die Phase nach der Beendigung des Pilotprojektes "EcoBus", um die fundiert gewonnenen Erkenntnisse zukunftsfähig nutzen zu könne und in das Angebot einbauen zu können, erklärte Brych.


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