So soll Tennis die Integration fördern

United Kids Foundations startet mit tennis4good ein neues Projekt für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Zudem sollen mehr Kinder und Jugendliche für den Tennissport begeistert werden.

Jürgen Brinkmann, Initiator des Projektes und Vorstandsvorsitzenden der Volksbank BraWo, gibt ein Interview.
Jürgen Brinkmann, Initiator des Projektes und Vorstandsvorsitzenden der Volksbank BraWo, gibt ein Interview. | Foto: Sascha Gramann

Braunschweig. Zurzeit ist ein Teil der weltbesten Tennisspieler beim ATP Challenger Turnier in Braunschweig, den BraWo Open, zu Gast. Am ersten Turniersamstag allerdings standen nicht die Profis, sondern erst einmal Kinder im Mittelpunkt. Sie absolvierten auf den Plätzen ein gemeinsames Training – und genau das hat der neue Hauptsponsor des Turniers, die Volksbank BraWo, als Ziel. Im Rahmen von United Kids Foundations, dem Kindernetz der Volksbank BraWo, stellte Jürgen Brinkmann, Initiator des Kindernetzwerks und Vorstandsvorsitzender der Volksbank, geladenen Gästen das neue Projekt "tennis4good" vor. Das berichten die BraWo Open in einer Pressemitteilung.



„Mit tennis4good möchten wir mehr Kinder und Jugendliche für den Tennissport begeistern. Dabei denken wir besonders an diejenigen, die aufgrund verschiedener, benachteiligender Umstände, bisher nicht am Tennissport teilhaben können", betonte Brinkmann.

Tennis als Integrationssport fördern


In Zusammenarbeit mit dem Tennisverband Niedersachsen Bremen (TNB) und den Tennisclubs der BraWo-Region hat tennis4good das Ziel, Tennis als Integrationssport zu fördern, Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Verhältnissen, mit Migrationshintergrund oder Fluchterfahrungen den Zugang zum Tennissport in der BraWo-Region zu ermöglichen und ihren sportlichen Werdegang zu fördern. Zusätzlich soll tennis4good auch mehr Kinder zum Tennissport animieren, Vereine bei der Akquisition von jungen Mitgliedern unterstützen und somit auch helfen, Talente zu finden und zu fördern.

„Als wir von dem Projekt hörten, waren wir sofort Feuer und Flamme“, betont TNB-Präsident Raik Packeiser. „Wir stehen als Verband dafür, dass Sport auch eine gesellschaftliche Aufgab hat.“ Der TNB führte wie bereits in den vergangenen Jahren am Nachmittag den Sport Thieme Kids Day durch, der mit seinen spielerischen Annäherungen an den Tennissport wieder großen Anklang fand.

Zahlreiche Aktivitäten geplant


Robert Lübenoff, Initiator von tennis4good und Mitgründer von United Kids Foundations erklärt: „Wir haben zahlreiche Aktivitäten geplant, die wir gemeinsam mit den teilnehmenden Tennisclubs der Region in Zukunft umsetzen werden. Dazu gehören Tennis-Aktionstage in Förderschulen und Flüchtlingsunterkünften, gemeinsame Veranstaltungen mit Kaderspielern der Tennisregion Harz-Heide und Kindern mit Migrationshintergrund und auch Tennis-Schulungs- und Tennis-Ferien-Camps. Zudem werden wir auch Fördermittel für sozial benachteiligte Kinder zur Verfügung stellen", erläutert er.

Im April des nächsten Jahres sollen die Aktivitäten starten. Bis Ende Oktober können sich zunächst alle gemeinnützigen Tennisclubs der BraWo-Region (Braunschweig, Gifhorn, Peine, Salzgitter und Wolfsburg) für die Teilnahme an tennis4good bewerben. Das United Kids Foundations-Team wird dafür in der nächsten Zeit auf die Tennisvereine zugehen. „In den Vereinen wird es dann auch feste Ansprechpartner für das Projekt gebe. Gemeinsam bilden wir auch ein "tennis4good-Board“, in dem Erfahrungen ausgetauscht und unterstützende Maßnahmen geplant werden“, erklärt Volker Jäcke. Der Turnierdirektor der BraWo Open wird als Vorsitzender der Tennisregion Harz- Heide den Vorsitz dieses Boards übernehmen. „Es ist eine fantastische Möglichkeit, Kindern zu helfen und vielleicht zudem sogar das ein oder andere Talent zu finden“, sagt er.


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