Soll VW umbenannt werden? Weil sagt Nein!

Der niedersächsische Ministerpräsident spricht sich gegen einen neuen Namen für den VW-Konzern aus. Das Unternehmen selbst schweigt zu der Debatte.

von dts Nachrichtenagentur und Alexander Dontscheff


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Hannover (dts Nachrichtenagentur) - Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat sich gegen einen neuen Namen für den VW-Konzern ausgesprochen. Das Land hat einen Anteil von 11,8 Prozent an dem Autobauer. Laut eines Artikels des Manager Magazins hatte Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, den Konzernnamen infrage gestellt. Der Volkswagen Konzern selbst wollte die Diskussion auf Anfrage von regionalHeute.de nicht kommentieren.


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"Volkswagen bleibt Volkswagen", sagte Weil, der auch Mitglied des VW-Aufsichtsrats ist, dem "Handelsblatt". Eine Änderung des Konzernnamens komme für ihn nicht in Betracht. Weil reagiert damit auf angebliche Überlegungen von Vorstandschef Herbert Diess. Dieser hatte laut des Medienberichtes ein Team beauftragt, einen gänzlich neuen Namen für den Autobauer zu finden - zunächst nur als Beispiel.

Bessere Abgrenzung zur Kernmarke


Demnach bleibt offen, ob die Überlegungen auch umgesetzt werden. Eine mögliche Umbenennung des Gesamtunternehmens war in den vergangenen Jahren immer wieder Thema in Wolfsburg. Der Grund ist, dass Konzern und Kernmarke namensgleich sind. Volkswagen Pkw, Hersteller von Golf und Passat, ist zwar vom Volumen her die größte Marke. Die anderen Töchter wie Audi, Seat, Skoda, Porsche oder Traton werden dadurch indes in der öffentlichen Wahrnehmung in den Hintergrund gedrängt, wenn es um Konzernbelange geht.


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