Goslar

Sozialministerin Rundt informierte sich über Ausbildung


on links: Beata Boronczyk (PSZ), Azubi Laura Vosskötter, Ministerin Cornelia Rundt, Susanne Graudenz (Harzkliniken) Stefan Schwark (Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe, DBfK, Nordwest e.V) Foto: Harzliniken
on links: Beata Boronczyk (PSZ), Azubi Laura Vosskötter, Ministerin Cornelia Rundt, Susanne Graudenz (Harzkliniken) Stefan Schwark (Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe, DBfK, Nordwest e.V) Foto: Harzliniken

Artikel teilen per:

28.06.2017

Goslar. Cornelia Rundt, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, informierte sich mit einer SPD-Delegation am heutigen Mittwoch bei einem Besuch des Pflegeschulzentrums (PSZ) über die Ausbildung der angehenden Gesundheits- und Krankenpfleger und über innovative Projekte.



Träger des PSZ sind über eine Vereinskonstruktion die Dr. Fontheim GmbH & Co KG und die Asklepios Harzkliniken.
„Das Pflegeschulzentrum Goslar ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie sich die Arbeitgeber zusammengetan haben, um die bestmögliche Ausbildung im Bereich der Pflege zu garantieren“, sagte Ministerin Rundt bei dem Informationsbesuch. Die Ergebnisse, dass Auszubildende sogar an nationalen und internationalen Wettbewerben teilnehmen, seien bemerkenswert, so Ministerin Rundt weiter. Sie lobte auch das Engagement der Ausbilder und Träger, die gemeinsam viele innovative Projekte entwickeln. „Die Arbeit des Pflegschulzentrums ist wichtig für die ganze Region.“

Die Pflegeausbildung dauert drei Jahre


Auch Niedersachsens SPD-Landtagsabgeordnete Petra Emmerich- Kopatsch, die mit dabei war, würdigte das Zentrum zur Gewinnung von Nachwuchskräften in der Pflege und die Projekte als bedeutsam für die Region.
Das Pflegeschulzentrum Goslar umfasst 180 Ausbildungsplätze, die Ausbildung dauert drei Jahre. Sechs Kurse laufen parallel, wobei jeweils im April und im September eines Jahres ein neuer Kurs startet. Die Ausbildung beginnt mit einem Einführungsblock von zwei Monaten. Ziel ist es, die Auszubildenden auf die ersten Praxiseinsätze vorzubereiten.

Harzkliniken-Pflegedirektorin Susanne Graudenz stellte das Konzept „Zukunftsoffensive Pflege“ vor. Pflegenotstand, Personalmangel einerseits und Perspektivlosigkeit, Arbeitslosigkeit und fehlende Entwicklungsmöglichkeiten für Menschen in ländlichen Regionen anderseits: Die Asklepios Harzkliniken haben sich vorgenommen, gegen beide Missstände anzugehen. Dafür wurde die „Zukunftsoffensive Pflege“ konzipiert. Diese besteht aus verschiedenen Bestandteilen: Angebote für Jugendliche, in den Ferien in den Asklepios Harzkliniken tätig zu werden, sich in Freiwilligen Sozialen Praktika (FSJ) zu engagieren oder in einem Schülerpraktikum Krankenhausluft zu schnuppern, um stabile Zahlen in den Ausbildungsberufen Gesundheits- und Krankenpflege, Pflegeassistent und Operationstechnischer Assistent in Zusammenarbeit mit Berufsbildenden Schulen und dem Pflegeschulzentrum Goslar sicherzustellen.

"Ein interessantes Projekt"


Es ging auch um innovative Projekte wie beispielsweise „Waschen ohne Wasser“. „Junge Pflege“, der größte Kongress in Deutschland, der für die Auszubildenden in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie Altenpflege vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) organisiert wird, hatte unlängst das Studienprojekt: „Waschen ohne Wasser“ in den Asklepios Harzkliniken von Auszubildenden des Pflegeschulzentrums mit dem 2. Preis ausgezeichnet. „Ein interessantes Projekt, man muss auch mal neue Wege gehen“, würdigte Ministerin Rundt die Initiative.

Häufig ist Waschen ohne Wasser für die Körperreinigung in der Pflege unumgänglich, da bettlägerige Patienten oftmals nicht bewegt werden dürfen oder empfindliche Haut haben. Die gängigsten Reinigungsprodukte für das Waschen ohne Wasser sind spezielle Waschhandschuhe oder Feuchttücher, die mit einer milden Reinigungslotion getränkt sind, die nicht nachträglich abgewaschen werden muss. Die Methode wird gerade flächendeckend in der Harzklinik Goslar getestet und dann ausgewertet. Sie spart Wasser, ist noch hygienischer und weniger belastend und damit besonders schonend für Patienten.

Laura Vosskötter fährt zur Berufe-WM


Ministerin Rundt gratulierte auch Laura Vosskötter vom Pflegeschulzentrum Goslar. Die Auszubildende errang unlängst bei beim Deutschen Bundeswettbewerb: „Bester Schüler 2017 in der Alten- und Krankenpflege“ den 4. Platz, ist damit eine der besten Azubis Deutschlands. In der Nationalmannschaft vertritt sie Deutschland im Oktober bei der Berufe-WM „WorldSkills“ 2017 in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) Im Herbst 2017 beginnt sie als unbefristete Pflegekraft in den Asklepios Harzkliniken in Goslar.


zur Startseite