Berlin. Die SPD-Gesundheitspolitikerin Claudia Moll hält die geplante Erhöhung der Tabaksteuer für nachvollziehbar, bezweifelt aber, dass sie viele Menschen vom Rauchen abbringen wird.
"Leider hat es bei mir nie funktioniert, egal wie teuer die Zigaretten geworden sind", sagte Moll im Berlin Playbook Podcast des Nachrichtenmagazins POLITICO. Sie bezeichnete sich selbst als "Kampfraucherin". Sie habe bereits Akupunktur und Hypnose ausprobiert, um mit dem Rauchen aufzuhören. "Als ich da aus der Praxis rauskam, habe ich mir direkt wieder eine angemacht", sagte sie.
Aus eigener Erfahrung glaubt die Gesundheitspolitikerin nicht, dass höhere Preise das Verhalten vieler Raucher entscheidend verändern. "Egal wie wenig Geld wir hatten, wir haben es uns dann so eingeteilt, dass wir trotzdem weiter geraucht haben", sagte Moll. Sie befürchte zudem, dass höhere Tabaksteuern den Schwarzmarkt stärken könnten.
Die zusätzlichen Steuereinnahmen würde Moll lieber im Gesundheitswesen als im Bundeshaushalt sehen. "Ich hätte das Geld gerne für die Gesundheit. Nicht für den Haushalt", sagte sie.
Grundsätzlich hält sie höhere Verbrauchsteuern aber für vertretbar. Auf die Frage, ob dies auch für Alkohol gelten solle, antwortete Moll: "Ja, aber dann alle. Also nicht nur auf Branntwein, sondern auf alles."
SPD-Politikerin Moll: Tabaksteuer bringt Raucher nicht zum Aufhören
Die SPD-Gesundheitspolitikerin Claudia Moll hält die geplante Erhöhung der Tabaksteuer für nachvollziehbar, bezweifelt aber, dass sie viele Menschen vom Rauchen abbringen wird. "Leider hat es bei mir nie funktioniert, egal wie teuer die Zigaretten geworden sind", sagte Moll im Berlin Playbook Podcast des Nachrichtenmagazins POLITICO. Sie bezeichnete sich selbst als "Kampfraucherin".
Claudia Moll (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur
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