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SPD und Grüne lehnen Geschwisterregelung ab

von Nick Wenkel


Reinhard Gerndt (stellvertretender Vorsitzender der Grüne-Fraktion), Holger Barkhau (Grüne-Fraktionsvorsitzender), Falk Hensel (SPD-Fraktionsvorsitzender) und Sabine Resch-Hoppstock (SPD-Kreistagsabgeordnete) äußern sich zur IGS Schöppenstedt. Foto: Archiv
Reinhard Gerndt (stellvertretender Vorsitzender der Grüne-Fraktion), Holger Barkhau (Grüne-Fraktionsvorsitzender), Falk Hensel (SPD-Fraktionsvorsitzender) und Sabine Resch-Hoppstock (SPD-Kreistagsabgeordnete) äußern sich zur IGS Schöppenstedt. Foto: Archiv Foto: Archiv

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06.03.2017

Wolfenbüttel. Am heutigen Montag sprachen sich die Vertreter der rot-grünen Kreistags-Fraktion in einem Pressegespräch nochmal deutlich für die IGS und gegen die Geschwisterregelung aus. Die gemeinsame Arbeit mit den Eltern sei aber auch weiterhin ein wichtiger Bestandteil.


Nachdem am vergangenen Samstag Eltern und Kinder der Samtgemeinde Elm-Asse in Wolfenbüttel zusammenkamen, um gegen die bevorstehende Neubildung von Schulbezirken zu demonstrieren (regionalHeute.de berichtete), äußerte sich nun nochmal die rot-grüne Fraktion. Falk Hensel (SPD-Fraktionsvorsitzender), Sabine Resch-Hoppstock (SPD-Kreistagsabgeordnete), Holger Barkhau (Grüne-Fraktionsvorsitzender) und Reinhard Gerndt (stellvertretender Vorsitzender der Grüne-Fraktion) war es wichtig zu betonen, dass der Austausch mit den Eltern weiterhin ein wichtiger Bestandteil bleibe. Die Meinung der Bürger sei gewollt und natürlich legitim. Sie werde keinesfalls sofort abgelehnt. Jedoch sei es in letzter Zeit vermehrt zu Unwahrheit gekommen, die beide Fraktionen so nicht stehen lassen können.

Eltern dürfen nicht spekulieren


Sofern keine IGS in Schöppenstedt zustande kommt, könne nicht gewährleistet werden, dass das jeweilige Kind auch wirklich auf eine IGS gehen kann. Das war wohl eine der wichtigsten Aussagen von SPD und Grüne. Damit eine IGS Schöppenstedt entstehen kann, werden nämlich mindestens 72 Schüler benötigt. Wenn diese Zahl nicht erreicht werden sollte und das Maximum an freien Plätzen an der IGS Wallstraße bereits erreicht ist,sei es möglich, dass die übrigen Schüler auf eine normale Real- oder Hauptschule gehen müssten. Daher sei es ganz wichtig, dass die Eltern bei der Auswahl der jeweiligen Schule nicht spekulieren, sondern auf Nummer sicher gehen, damit ihr Kind auf die gewünschte Schule gehen kann.

Keine Geschwisterregelung, dafür neue Buslinie


Falk Hensel sprach sich stellvertretend für SPD und Grüne nochmals deutlich gegen die Geschwisterregelung aus und bekam dabei Unterstützung von seinen Kollegen. Es spreche aus pädagogischer Sicht nichts für eine solche Regel. Eine faire, demokratische Sicht widerspreche dem sogar. Reinhard Gerndt erklärte ein mögliches Szenario: „Mal angenommenes melden sich 71 Schüler für die IGS und ein Platz bleibt übrig. Warum sollte ein Geschwisterkind dann Vorrang bekommen?" Rechne man nun mit acht bis zehn Geschwister, führedas schlichtweg zu ein unfairen Behandlung. Im Hinblick auf die Verkehrsanbindungen könne Barkhau die besorgten Eltern beruhigen. Es werde bis Sommer eine Buslinie eingerichtet, um alle betroffenen Ortsteile anzufahren. Die Schüler müssten demnach keinesfalls früher als 7 Uhr aus dem Haus. Der Unterschied zu der bisherigen Fahrdauer liege höchstens bei sieben Minuten.

Kritik an Kreiselternrat


Neben der Sorge verkehrsbedingte Hindernisse kam Barkhau auch auf ein mögliches Abitur an der IGS zu sprechen. Zwar lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar sagen, ob Schüler ihr Abitur in Schöppenstedt machen können. Das komme auf die jeweilige Schülerzahl an. Jedoch werden sie in jedem Fall ihr Abitur machen können, notfalls in Wolfenbüttel. In diesem Zusammenhang plane man einen „Oberstufen-Campus" an der ehemaligen Förderschule in Wolfenbüttel. Enttäuscht zeigten sich die Politiker vom Kreiselternrat. Holger Barkhau verstehe, dass sich der Rat zu einer klaren Meinung positioniert. Aber sich nun einheitlich gegen die Entscheidung zu wenden und zu protestieren, würde die Kompetenzendeutlich überschreiten. Dass Eltern versuchen andere Eltern untereinander auszuspielen, sei ein weiterer Aspekt, der ihm nicht gefalle und sich so nicht gehöre. Er hoffe darauf, dass der Kreiselternrat ab sofort alle Meinungen vertrete und gegensätzliche StimmenGehör finden.

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