Wolfenbüttel

Stammzellspender an der Ostfalia Hochschule gefunden


Zwei Stammzellspender in einer Typisierungsaktion sind ein Glücksfall (von links): Peter Friedsch (DRK), Niklas Kröger, Grit Gröbel (DSD), Ole Harms, Christina Hadler (Ostfalia). Foto: Privat
Zwei Stammzellspender in einer Typisierungsaktion sind ein Glücksfall (von links): Peter Friedsch (DRK), Niklas Kröger, Grit Gröbel (DSD), Ole Harms, Christina Hadler (Ostfalia). Foto: Privat Foto: Privat

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17.03.2016


Wolfenbüttel. Angst vor einem kleinen Pikser in die Vene hatten Ole Harms und Niklas Kröger nicht als sie Ende des vergangenen Jahres dem Aufruf „Spende Blut“ des Deutschen Roten Kreuzes folgten und sich an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften am Campus Wolfenbüttel als Stammzellspender typisieren ließen. Etwas mulmig wurde den Studierenden der Ostfalia erst, als sie kurze Zeit später erfuhren, dass es für beide einen passenden Empfänger gibt.

„Spätestens dann wird einem schlagartig klar, dass die Absicht zu helfen real wird, ich durch die Übertragung von gesunden Stammzellen wirklich ein Leben retten kann“, sagt Informatikstudent Niklas Kröger aus Braunschweig. Er zögerte für die nächsten Schritte keinen Augenblick – ebenso wenig Ole Harms aus Wolfenbüttel, der Wirtschaftsingenieurwesen an der Fakultät Maschinenbau studiert. Beide mussten ein Wachstumspräparat einnehmen, damit sich ihre Stammzellen vermehrten. Als dies soweit war, ging es ab ins Krankenhaus. „Auf der einen Seite wurde mir aus dem Arm Blut entnommen, auf der anderen Seite lief es wieder rein, quasi eine Blutdialyse, bei der meine Stammzellen für den Empfänger separiert wurden“, erklärt Kröger und stimmt Ole Harms zu, der ergänzt: „Alles in allem ein geringer Aufwand mit großer Wirkung, wenn man bedenkt, dass ein anderer Mensch die Chance auf ein neues Leben hat. Ich würde es jederzeit wieder tun, zumal ich sehr dankbar bin, dass es mir gesundheitlich sehr gut geht.“

Am Mittwoch, 16. März, hieß es an der Ostfalia in Wolfenbüttel erneut „Spende Blut“. Peter Friedsch, Gebietsleiter beim DRK-Blutspendedienst NSTOB, nutzte die Gelegenheit, Interessierte über das tagtägliche Erfordernis der Blutspende aufzuklären und zu motivieren. Täglich werden alleine in Niedersachsen rund 2200 Blutspender benötigt, um Patienten mit dringend benötigten Blutkonserven versorgen zu können. Jährlich erkranken rund 14000 Menschen alleine in Deutschland an Leukämie, nur etwa 30 Prozent von ihnen finden einen Spender. Weitere Informationen: www.deutsche-stammzellspenderdatei.de


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