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Sternengucker aufgepasst: Sternschnuppen-Schauer Perseiden nimmt zu

Die Zahl der im Mittel sichtbaren Sternschnuppen pro Stunde steigert sich bis zum 12. August noch auf bis zu 110 Stück.

(Symbolbild)
(Symbolbild) Foto: Pixabay

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26.07.2020

Region. Der Meteor-Schauer der Perseiden nimmt allmählich Fahrt auf, sodass nun jede Nacht mehr Sternschnuppen über das Himmelspanorama ziehen. Die Zahl der im Mittel sichtbaren Sternschnuppen pro Stunde steigert sich bis zum 12. August noch auf bis zu 110 Stück. Dies berichtet die Sternwarte Sankt Andreasberg e. V. in einer Pressemitteilung.



Die Perseiden hätten ihren Ursprung in den zurückgebliebenen Staubkörnern des Kometen 109P/Swift-Tuttle, die einst auch den Schweif des Kometen bildeten. Diese Kleinstpartikel – etwa ein bis zehn Millimeter groß – würden mit einer Restgeschwindigkeit auf der ehemaligen Bahn des Kometen weiter um die Sonne reisen. Trifft unsere Erde auf ihrer Bahn um die Sonne auf diese ehemalige Kometenbahn, so lenke ihre Anziehungskraft die Kometenpartikel ab. Einige davon würden auf eine Spiralbahn um die Erde gelenkt und verglühen in unserer Atmosphäre.

Dabei würden die Partikel vermehrt auf die Gasatome unserer Atmosphäre stoßen, wodurch sie sich aufgrund der Reibung stark erhitzen. Ab einer Temperatur von 1.900 bis 2.300 Grad würden dann die äußeren Atome des Partikels (Ablation) verdampfen, und es bilde sich eine heiße Gashülle darum. Die Atome dieser Gashülle würden nun wiederum mit Atomen der Atmosphäre kollidieren, was diese aufheize und anrege. Dabei werden Elektronen der Gasatome auf energiereichere Bahnen um das Atom gehoben. Fallen die Elektronen anschließend wieder auf ihre ursprünglichen Bahnen zurück, emittieren sie die freigewordene Energie als sichtbares Licht, was schlussendlich zu den langgezogenen Leuchterscheinungen am Nachthimmel führe.

In den Himmel gucken



Namensgeber des Meteorschauers sei dabei der sogenannte Radiant. Hierbei handele es sich um den gedachten Punkt am Himmel, in dem sich die rückwärtigen Verlängerungen eines Großteils der Leuchtspuren zu schneiden scheinen. Im Falle der Perseiden liege dieser Radiant nahe dem Sternbild Perseus, welches aktuell am nord-östlichen Nachthimmel unter der Kassiopeia (dem Himmels-W) zu sehen ist.

Die Sternwarte St. Andreasberg lädt zu diesem Ereignis am Abend des 11. August ab 21 Uhr wieder ein. Details gebe es auf der Homepage der Sternwarte. Aufgrund der Corona-Verordnung sei für Besucher eine Anmeldung erforderlich.


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