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Zwischen Tradition und TikTok: Die Kirche im Wandel

Die Kirche steckt im Umbruch und sucht nach neuen Wegen. Pfarrer Olaf Schäper erklärt, warum Veränderung notwendig ist – und wie sie gelingen kann.

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Wie kann es gelingen, dass Kirche sich verändert, ohne ihre Identität zu verlieren? | Foto: Anke Donner

Region. Kirchenaustritte, Pfarrermangel und leere Bänke – die christlichen Kirchen stecken in einer Krise. Hinter den Kulissen der Landeskirche wächst die Erkenntnis, dass ein bloßes „Weiter so“ nicht mehr ausreicht. Ein radikaler Strukturwandel soll nun den Weg in eine digitale Zukunft ebnen. Doch wie kann es gelingen, dass Kirche sich verändert, ohne ihre Identität zu verlieren?



Kirche verändert sich - muss sich verändern. Zwischen jahrhundertealten Traditionen und einer zunehmend digitalen, schnelllebigen Gesellschaft steht sie vor der Herausforderung, neue Wege zu gehen. Doch wie kann es gelingen, Menschen heute noch zu erreichen, ohne die eigenen Wurzeln zu verlieren?

Der Mut zur Veränderung


Olaf Schäper ist seit 20 Jahren Pfarrer in der Kirchengemeinde Hornburg/Isingerode. Seit Jahren geht der 54-Jährige unkonventionelle Wege - mit neuen Ideen und ungewöhnlichen Formaten. Das erklärte Ziel: Die Kirche dorthin zu bringen, wo die Menschen heute stehen – digital und analog. Vor allem aber digital. Im Gespräch mit regionalHeute.de analysiert er, warum alte Strukturen nicht mehr funktionieren und wie ein moderner Wandel aussehen kann.


Eine neue Generation


Dass dieses Konzept der modernen Kirche aufgeht, zeigt auch die Perspektive junger Menschen wie Paul Wiegmann. Für ihn ist die Marienkirche kein fremder Ort, sondern ein Raum für Begegnung auf Augenhöhe, Mitgestaltung und Teilhabe. Er sagt: "Wir müssen aufhören, die Kirche nur über die Gottesdienste am Sonntag zu definieren."

#TDL - Dieser Artikel wurde von unserer Redakteurin Julia Romanowski zum Tag des Lokaljournalismus am 5. Mai 2026 geschrieben und hervorgehoben. Durch die Algorithmen der Plattformen und die Folgen von KI steht Lokaljournalismus besonders für nachwachsende Generationen vor großen Veränderungen. Darauf reagieren wir und wollen an diesem Tag gemeinsam mit einer Vielzahl weiterer Medienhäuser deutschlandweit darauf aufmerksam machen, dass Lokaljournalismus informiert, einordnet und sichtbar macht, was die Menschen in der Region bewegt. Lokaljournalismus ist demokratische Grundversorgung im Alltag. Ein eigener Tag setzt ein Zeichen für Wertschätzung, Qualität und Zukunft.

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