Region. Die Tage werden spürbar kürzer und am Ende des Monats beginnt auch schon die Winterzeit. Die dunkle Jahreszeit mit ihren länger werdenden Nächten bietet allerdings auch mehr Möglichkeiten, faszinierende Naturschauspiele am Himmel zu beobachten. Bereits im Oktober warten einige besondere Highlights auf die Sternenfreunde in der Region.
Das Jahr 2026 hat direkt mit einem magischen Spektakel angefangen: Im Januar verwandelten Polarlichter den nächtlichen Himmel zwischen Heide und Harz in ein Meer aus bunten Farben. Das Schauspiel dauerte damals bis in die frühen Morgenstunden – regionalHeute.de berichtete. Der kosmische Höhepunkt war aber wohl die partielle Sonnenfinsternis am 12. August, die viele Menschen in ihren Bann zog. Doch auch der Oktober hat noch einiges zu bieten.
Wochenende könnte Nordlichter bringen
Wer die Polarlichter bisher verpasst hat, könnte bereits am kommenden Wochenende eine neue Chance bekommen. Die US-Wetterbehörde NOAA hat eine offizielle geomagnetische Sturmwarnung für Freitag herausgegeben – sollte dieser Sturm tatsächlich stattfinden, könnte das auch in unseren Breitengraden für eine Aurora borealis sorgen. Es lohnt sich also, Vorhersageseiten und Warn-Apps im Blick zu behalten. Durch den Neumond am 10. Oktober ist der Himmel zudem besonders dunkel, sodass für mögliche Nordlichter beste Beobachtungsbedingungen herrschen. Auch im restlichen Monat könnten sich noch Gelegenheiten für Polarlichter ergeben, denn statistisch gesehen gilt der Herbst als die beste Jahreszeit für Polarlichter in Mitteleuropa.
Sternschnuppen und Andromeda-Galaxie
Am 9. Oktober erreicht der Meteorstorm der Draconiden sein Maximum. Anders als die meisten Sternschnuppenschauer lässt er sich in den frühen Abendstunden beobachten, da sein Ausgangspunkt dann sehr hoch am Nordhimmel steht. In der Nacht des Neumondes am kommenden Samstag bieten sich aufgrund der Dunkelheit außerdem beste Bedingungen, um die Andromeda-Galaxie oder die Plejaden mit einem einfachen Fernglas zu sehen. Nur einen Tag später – am 11. und 12. Oktober – zieht dann der Mars durch den Sternenhaufen Praesepe und lässt sich ebenfalls mit einem Fernglas beobachten.
Jägermond leuchtet besonders hell
Am 21. und 22. Oktober wird dann das Maximum der Orioniden erreicht, deren Trümmerteilchen vom berühmten Halley'schen Kometen stammen. Der Meteorstrom mit bis zu zehn Sternschnuppen pro Stunde ist am besten in der zweiten Nachthälfte zu sehen. Nur wenig später, nämlich am 26. Oktober, ist dann wieder Vollmond. Der sogenannte Jägermond erscheint gegen 5 Uhr morgens besonders groß und leuchtend am Himmel. Zwei Tage danach zieht der noch fast volle Erdtrabant extrem nah an den funkelnden Sternen der Sieben Schwestern (Plejaden) vorbei.



