Region. Ein besonderes Schauspiel zeigte sich am Mittwochabend über der Region. Der Mond schob sich vor die tief stehende Sonne und verdeckte einen großen Teil der Sonnenscheibe. Während die Sonnenfinsternis andernorts, wie etwa auf Mallorca, sogar in einer Totalität zu beobachten war, zeigte sie sich rund um Braunschweig, Wolfenbüttel, Salzgitter und der restlichen Region partiell.
Gegen 19:16 Uhr begann der Mond, sich aus unserer Perspektive vor die Sonne zu schieben. Zunächst war nur ein kleiner dunkler „Biss“ am Rand zu erkennen. Doch von Minute zu Minute nahm die Bedeckung zu. Ihren Höhepunkt erreichte die Finsternis in der Region gegen 20:10 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt war von der Sonne nur noch eine schmale, leuchtende Sichel zu sehen. Wolken und Dunst sorgten dabei zeitweise für eine ganz eigene Atmosphäre. Während die Sonne immer weiter hinter dem Mond verschwand, tauchte das tief stehende Licht den Himmel in warme Gold- und Orangetöne.
Windräder als besondere Kulisse
Besonders eindrucksvoll ließ sich das Schauspiel zum Beispiel von den Feldern zwischen Fümmelse und Adersheim verfolgen. Der Blick ging Richtung Salzgitter, wo Windenergieanlagen und die Industrielandschaft am Horizont eine markante Kulisse bildeten. Mit fortschreitender Finsternis näherte sich die schmale Sonnensichel optisch den Windrädern. Für einige Augenblicke trafen schließlich Rotorblätter und Sichel unmittelbar aufeinander – ein Zusammenspiel aus astronomischem Ereignis und einer Landschaft, wie sie für die Region kaum charakteristischer sein könnte.
Außergewöhnlicher Sommerabend
Nach dem Maximum näherte sich die Sonne zunehmend dem Horizont. Gegen 20:48 Uhr endete die partielle Finsternis für die Region. Insgesamt ließ sich das Himmelsschauspiel damit rund eineinhalb Stunden verfolgen. Zurück blieb ein außergewöhnlicher Sommerabend – und für alle, die zur richtigen Zeit in Richtung Westen blickten, ein Himmel, der für eine Weile ganz anders aussah als gewohnt.





