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Stoppok: Inklusion für alle Beteiligten zu einem Erfolg machen



Wolfenbüttel

Stoppok: Inklusion für alle Beteiligten zu einem Erfolg machen


Arnfred Stoppok. Foto: privat
Arnfred Stoppok. Foto: privat Foto: Privat

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Wolfenbüttel. Anlässlich des Beschlusses des Kreistages zur Laufzeitverlängerung der Förderschule am Teichgarten erhielten wie eine Stellungnahme von Arnfred Stoppok, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Kreistag. Wie veröffentlichen diese ungekürzt und unkommentiert.



„Wir haben uns nach einem langen Prozess der Abwägung dazu entschlossen, der Laufzeitverlängerung für den Teichgarten zuzustimmen. Das war für uns nicht einfach, denn beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile. Ausschlaggebend war für uns am Ende, dass mit der Verlängerung der Förderschule am Teichgarten ein Zeitfenster entsteht, in dem die Ausstattung unserer Regelschulen für eine rundum gelungene Inklusion von Kindern mit Lernschwäche ausgestaltet werden kann und weitere Erfahrungen in der Praxis inklusiven Unterrichts gesammelt und ausgewertet werden können. Die Eltern haben ja bereits jetzt die Wahl, ihre Kinder trotz vorhandener Förderschule inklusiv beschulen zu lassen.

Wir mahnen an, dass Land und Bund die Dringlichkeit von Veränderungen in der Lehrerausbildung erkennen und hier schnellstmöglich die notwendigen Reformen umsetzen. Dazu gehört die Beseitigung von unnötigen Hürden beim Zugang zu förderpädagogischen Studiengängen, genauso wie eine Erweiterung der Ausbildungsinhalte im Lehramtsstudium um Konzepte der Inklusion. Nicht zuletzt auch die Einsicht, dass wirkliche Inklusion nur im Rahmen einer Regelbeschulung für alle bis zur 10. Klasse möglich ist. Das ist ein Mammutprojekt, welches die großen Koalitionen in Land und Bund besser gestern als heute angehen müssten, welches aber in jedem Fall noch Zeit braucht.


Unsere Fraktion steht vollumfänglich zur Inklusion. Die Menschen müssen in diesem Prozess aber mitgenommen werden und die Inklusion muss am Ende merkbar besser für die Schüler sein, als schlechter. Der Kreis muss die gewonnene Zeit nun nutzen, um die Kooperation zwischen Förderschule und Regelschule auszubauen, ein Regionales Beratungs-das und Unterstützungszentrum Inklusive Schule (RZI) gut auszustatten und eine Kampagne zu Sinn und Zweck von Inklusion zu initiieren. Nur so wird das Auslaufen der Förderschule am Teichgarten in 2028 für alle Beteiligten zu einem Erfolg auf dem Weg in eine inklusive Gesellschaft.“

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