Summertime-Veranstalter fordern Planungssicherheit von Politik

Auch 2021 wird das Summertime-Festival wohl nicht in bekannter Form stattfinden können. Auch wenn die Veranstalter Verständnis dafür haben, wünschen sie sich zumindest Planbarkeit in der Pandemie.

Auch in diesem Jahr war das Summertime Festival ein Highlight.
Auch in diesem Jahr war das Summertime Festival ein Highlight. Foto: Werner Heise

Wolfenbüttel. Eigentlich wollten die Veranstalter des Summertime Festivals bereits im vergangenen Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum begehen. Das fiel jedoch coronabedingt ins Wasser, lediglich eine Ersatzveranstaltung, das "CARantäne"-Festival fand im vergangenen Jahr statt. Auch wenn die Veranstalter in diesem Jahr ebenfalls nicht damit rechnen, dass das Summertime wie gewohnt stattfinden kann, so wollen sie doch zumindest planen. In einer Pressemitteilung der SPD-Politiker Dunja Kreiser und Dennis Berger fordern nun die Politik zum Handeln auf.


„Es gibt viele gute Möglichkeiten, wie man eine Open Air Veranstaltung auch in Zeiten der Pandemie sehr sicher durchführen kann“, erklärt Philipp Ballschuh, Vorsitzender des Summertime Festival Wolfenbüttel e.V., im Gespräch mit der SPD-Landtagsabgeordneten Dunja Kreiser und dem Bürgermeisterkandidaten der SPD, Dennis Berger. Doch die Unsicherheit sei groß und man benötige kurzfristige Entscheidungen der Politik, damit die Festivalorganisatoren entsprechende Planungen für dieses Jahr noch rechtzeitig umsetzen können.

Das Summertime Festival habe sich daher mit knapp 40 weiteren Open-Air-Festivals aus Niedersachsen zusammengeschlossen und Forderungen an die Landesregierung formuliert. „Wir fordern nicht, alle Veranstaltungen direkt wieder durchführen zu können. Wir möchten aber jetzt mit den Planungen beginnen, damit wir vorbereitet sind, falls die pandemische Lage Open Air Veranstaltungen im Sommer oder Herbst wieder zulässt. Wir fordern dazu, eine Taskforce aus Experten und Behörden ins Leben zu rufen, die gemeinsam an Konzepten arbeitet, um Open Air Veranstaltungen eine Perspektive zu bieten“, führt Philipp Ballschuh aus.

Schließlich böten Outdoor-Veranstaltungen im Vergleich zu Indoor-Veranstaltungen grundsätzlich ein niedrigeres Ansteckungsrisiko. Zur konkreten Umsetzung seien unterschiedliche Ansätze denkbar, von der Reduzierung der Gästezahl über die Bildung kleiner Gruppen bis zu Picknickdecken mit ausreichend Abstand, Teststrategien und Kontaktnachverfolgungsmöglichkeiten.

Open Air Festivals pauschal verboten


„In der aktuellen Corona-Verordnung des Landes sind Festivals pauschal verboten und Open-Air-Festivals nicht erwähnt. Daher gibt es bislang keine Grundlage, Konzepte für pandemiekonforme Festivals zur Genehmigung bei den Gesundheitsämtern einzubringen. Mit dem Arbeitskreis der Festivals fordern wir, eine solche Grundlage zu schaffen“, erklärt Philipp Ballschuh, der Vorsitzende des Summertime Festival Wolfenbüttel e.V..

SPD-Bürgermeisterkandidat Dennis Berger (links), Philipp Ballschuh vom Summertime Festival (mitte) und die SPD-Landtagsabgeordnete Dunja Kreiser,
SPD-Bürgermeisterkandidat Dennis Berger (links), Philipp Ballschuh vom Summertime Festival (mitte) und die SPD-Landtagsabgeordnete Dunja Kreiser, Foto: SPD


Dennis Berger und Dunja Kreiser stehen demnach hinter der Forderung der Festivalveranstalter. „Ich kann mir gut vorstellen, dass beispielsweise im Rahmen der Modellkommunen erste überschaubare Festivals wieder verprobt werden können. Natürlich mit Hygienekonzept, Testungen und der Kontaktnachverfolgung per App", so Dunja Kreiser. Ähnlich sieht das auch Dennis Berger, der selbst jedes Jahr das Summertime besuche. Beide begrüßen die Initiative der Festivals. Es müssten Konzepte aufgestellte werden, die Ehrenamt und Kultur auch in pandemischer Lage erlaubten, so Berger.


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