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Tag des Respekts: SPD kritisiert Umgang in sozialen Netzwerken

In den sozialen Medien zeige sich, dass der Respekt teilweise verloren gegangen scheint.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

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17.09.2020

Gifhorn. Der morgige Freitag, 18. September, ist bekannt als Tag des Respekts. Er soll dazu dienen, die Menschen zu einem höflichen und respektvollen Umgang miteinander zu animieren. Werte, die auch die SPD im Landkreis Gifhorn als wesentlich für das Miteinander beschreibt – insbesondere auch in Pandemiezeiten. Doch gerade in sozialen Netzwerken sei der Respekt teilweise verloren gegangen. Dies teilt die SPD in einer Pressemitteilung mit.


Jörg Bialas, stellvertretender Vorsitzender der SPD im Landkreis Gifhorn, erinnert in Pandemiezeiten an die besonderen Herausforderungen vieler Berufsgruppen sowie an die vielen Menschen, die durch ihr umsichtiges Verhalten und Zuhausebleiben zur Eindämmung des Coronavirus beigetragen hätten. Dies sei noch immer eine Situation gegenseitigen Respekts. Sie habe dabei geholfen, diese besondere gesellschaftliche Herausforderung zu meistern: „Respekt ist ein persönlicher Ausdruck von Wertschätzung und Achtung gegenüber anderen Menschen. In den letzten Jahren wurde oft der verloren gegangene Respekt zum Beispiel gegenüber Einsatz- und Rettungskräften beklagt. Ich wünsche mir, dass sich dieses Bewusstsein heute und zukünftig wieder mehr in unserem gesellschaftlichen Leben zeigt.”

Dass gegenseitiger Respekt teilweise verloren gegangen scheint, zeige sich auch in den sozialen Medien, wo Verunglimpfungen an der Tagesordnung seien und die Sprache mehr und mehr verrohe. Eine Entwicklung, der alle Teile der Gesellschaft begegnen müssen. „Insbesondere jungen Menschen müssen wir alle daher vorleben, was es bedeutet, respektvoll miteinander umzugehen. Neben Familie und Bildungseinrichtungen sind hier alle gesellschaftlichen Akteure gefordert und natürlich auch wir als politische Parteien. Kontroverse und inhaltlich harte, aber persönlich faire Debatten anstatt Populismus und Beleidigungen – das ist der Weg”, sagt Karen Wachendorf, stellvertretende Vorsitzende der SPD im Landkreis Gifhorn.

Soziale Medien wie WhatsApp oder Mails würden eine Distanz zwischen den Kommunikationspartnern schaffen. Diese Distanz verleite Menschen dazu, Dinge zu schreiben, die sie ihrem Gegenüber im Gespräch nie ins Gesicht sagen würden. „Respekt bei Mitteilungen im Internet ist letztendlich auch Respekt gegenüber sich selbst”, so Wachendorf.


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