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Tod von Tom-Finn: Möglicher Zeuge wieder aufgetaucht



Braunschweig

Tod von Tom-Finn: Möglicher Zeuge wieder aufgetaucht

von Alexander Dontscheff


Tom-Finns Tod an der Grafittibrücke ist immer noch ungeklärt. Kann der Zeuge "Eugen" helfen? Foto: Archiv/Robert Braumann
Tom-Finns Tod an der Grafittibrücke ist immer noch ungeklärt. Kann der Zeuge "Eugen" helfen? Foto: Archiv/Robert Braumann Foto: Robert Braumann

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Braunschweig. Im immer noch ungeklärten Todesfall des damals 17-jährigen Tom-Finn Knorz gibt es vielleicht neue Hoffnung. Laut Polizeioberkommissar Holger Kunkel ist ein möglicher Zeuge - ein Obdachloser namens Eugen - nach über zwei Jahren wieder aufgetaucht. Dieser hatte bereits kurz nach der Tat mehrfach behauptet, alles gesehen zu haben.



"Kurz nach der Tat wurde Eugen von einer Polizeistreife in einem Einkaufszentrum in der Weststadt volltrunken aufgegriffen. Zuvor hatte er mehrmals damit geprahlt, er habe alles gesehen", berichtetHolger Kunkel im Gespräch mit regionalHeute.de. Gegenüber der Polizei wollte er sich aber nicht äußern. Danach sei der Mann erst wieder ein halbes Jahr später in Dresden aufgetaucht. Damals saß er in der JVA. Doch mit der Polizei wollte er in keinem Fall reden. Eine offizielle Vernehmung sei damals von der Staatsanwaltschaft abgelehnt worden, so Kunkel. Danach verlor sich Eugens Spur für zweieinhalb Jahr.

Anfang August dieses Jahres bekam der Ermittler einen Anruf aus Sontra (Hessen), dass ein Obdachloser aufgegriffen wurde, der etwas von einem tödlichen Verkehrsunfall in Braunschweig, den er beobachtet hätte, erzählthabe. Doch auch hier wollte er wieder nicht mit der Polizei reden.

6.000 Euro Belohnung als Anreiz


Holger Kunkel hofft nun, dass Eugen bald wieder auftaucht und dass er ihn vernehmen kann. Denn dass er was gesehen hat, da ist sich der Oberkommissar sicher. "Die Sache lässt ihn offenbar nicht mehr los. Er muss irgendetwas beobachtet haben." Und dass er ihn zum Reden bringen kann, da ist er auch zuversichtlich. "Es könnte sicher hilfreich sein, die 6.000 Euro Belohnung zu erwähnen", so Kunkel.

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