Totalsperrung Weddeler Schleife: So kommt man jetzt ans Ziel

Bereits am morgigen Freitag beginnt die große Totalsperrung. Wie Schüler nun zur Schule kommen und was es für Reisende zu beachten gibt, erklärte die Bahn auf Anfrage von regionalHeute.de

Symbolfoto.
Symbolfoto. Foto: Pixabay

Region. Ab dem morgigen Freitag gehen die Arbeiten an der Weddeler Schleife in eine neue Phase. Das heißt: 57 Tage Totalsperrung Braunschweig Hbf – Weddel – Fallersleben. regionalHeute.de hat bei der Deutschen Bahn (DB) und dem Regionalverband Großraum Braunschweig nachgehakt, wie sich dies nun auf den Verkehr auswirkt und was die Reisenden nun für Umwege einplanen müssen. Dies betrifft unter anderem auch den Schülerverkehr des RB40.


Lesen Sie auch: Ausbau der Weddeler Schleife: Regionale Politiker informieren sich über Fortschritt


Grund für die Arbeiten sei der Einbau von wichtigen Weichen. Baumaßnahmen, die nicht im Vollbetrieb durchgeführt werden könnten. Außerdem sollen Brücken über die Bahntrasse an ihren Bestimmungsort geschoben werden - ebenfalls nicht bei fließendem Bahnverkehr möglich. Grundsätzlich plant die DB entlang der Weddeler Schleife ein zweites Gleis zwischen Weddel und Fallersleben zu bauen, damit Züge künftig häufiger, flexibler und pünktlicher fahren können, wie der Konzern mitteilt. Für den zweigleisigen Ausbau werden in Weddel drei Weichen erneuert und eine neue Weiche eingebaut, die dann auf das neue zweite Gleis führt. In Lehre werden für die neue Überleitstelle vier neue Weichen eingebaut. Hinzu kommen die Brückenarbeiten, dafür werden drei neue Brückenbauwerke eingeschoben.

Während der Sperrung


Die Bahnstrecke Weddel–Fallersleben muss für die notwendigen Arbeiten von Freitag, 14. Oktober, 22 Uhr bis Samstag, 10. Dezember, 24 Uhr vollständig für den Nah- und Fernverkehr gesperrt werden.

Die Fahrplanänderungen sind in den elektronischen Fahrplanmedien veröffentlicht. Reisende bittet die DB, sich vor Fahrtantritt über ihre Zugverbindung zu informieren: digital unter bahn.de, bauinfos.deutschebahn.com/norden, der DB App „Navigator“ oder „Bauarbeiten“, sowie telefonisch über die Service-Nummer der Bahn 030 2970.

Schülerverkehr


Im Nahverkehr sind die Linien RB40, RE50 und RE30 betroffen. Die RB40 wird zwischen Helmstedt/Schandelah und Braunschweig Hbf durch Busse ersetzt. Ausführliche Informationen zum Baufahrplan gib es hier: https://bauinfos.deutschebahn.com/niedersachsen-bremen

Die DB dazu: "Wir haben für die RB 40 unter Beteiligung des Regionalverbands Großraum Braunschweig ein Ersatzkonzept für die RB 40 erarbeitet, dass auch die besonderen Belange im Schülerverkehr berücksichtigt und für den Anschluss an die verbleibenden IC zwischen Braunschweig und Hannover einen guten Anschluss sicherstellt. Der Umstieg zwischen SEV und der RB 40 erfolgt dabei grundsätzlich in Schandelah."

RE50 und RE30


Während der Arbeiten kommt es auch zu teils gravierenden Einschränkungen auf den enno Linien RE50 und RE30. Ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen wird eingerichtet. Zudem entfallen im Zusammenhang mit der Baumaßnahme im gleichen Zeitraum auch einige Verstärkerzüge der Linie RE30 Hannover-Wolfsburg. Dies betrifft Fahrten in den frühen Morgenstunden und am Nachmittag. Dies teilte die metronom Eisenbahngesellschaft mit.

Zwischen Braunschweig und Wolfsburg wird es wie schon während der letzten Sperrpausen im Mai und Juli drei verschiedene SEV-Buslinien mit unterschiedlichen Unterwegshalten geben: eine SEV-Linie, die überall dort hält, wo der enno auch hält, einen Schnellbus, der nicht in Weddel hält und einen Expressbus, der nicht in Weddel und nicht in Fallersleben hält. Die zwei schnelleren Linien fahren zusätzlich die Haltestelle "Braunschweig Messeweg" an, um so eine Verbindung zur Straßenbahn (Linie 3) und zu weiteren Buslinien zu ermöglichen. Der Weg zu den Haltestellen wird vor Ort ausgeschildert.

Informationen zum Ersatzverkehr der Linien RE50 und RE30 von enno gibt es unter der-enno.de.

Auswirkungen im Fernverkehr


Die zweistündlichen Züge der ICE-Linie Berlin–Braunschweig–Frankfurt–Karlsruhe–Basel/Interlaken werden zwischen Wolfsburg und Göttingen ohne Fahrzeitverlängerung umgeleitet. Dadurch entfallen die Halte in Braunschweig und Hildesheim.

Die zweistündlichen Züge der ICE-Linie Berlin–Braunschweig–Frankfurt Flughafen entfallen weitgehend auf ihrem Gesamtlaufweg. Einzelne Fahrten am Morgen und am Abend verkehren in Umleitung zwischen Göttingen und Wolfsburg ohne die Halte in Braunschweig und Hildesheim.

Die zweistündlichen Züge der IC-Linie Dresden–Magdeburg–Braunschweig–Hannover–Dortmund–Köln) verkehren nicht zwischen Braunschweig und Magdeburg. Im Abschnitt Köln – Braunschweig bleibt der Regelfahrplan erhalten. Im Abschnitt Magdeburg-Dresden verkehren die Züge unter neuen Zugnummern, vereinzelt auch weiter bis Stendal mit teilweise Anschluss von/nach Köln.

Die zweistündlichen Züge der IC-Linie Leipzig–Magdeburg–Hannover–Bremen–Emden/Norddeich Mole) werden zwischen Magdeburg und Hannover via Stendal (mit Zusatzhalt) umgeleitet, die Halte in Braunschweig und Helmstedt entfallen. In Richtung Leipzig fahren die Züge in Hannover rund 20 Minuten früher ab, in der Gegenrichtung erreichen sie Hannover rund 20 Minuten später. Auf dem restlichen Linienweg fahren die Züge zu ihren gewohnten Zeiten.

Die Fahrplananpassungen seien bereits in den Auskunfts- und Buchungssystemen ersichtlich.


mehr News aus der Region