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Trotz Corona - Stadt investiert Millionen in Schulen und Nothilfen

Während der Rat nicht tagen konnte, hat der Verwaltungsausschuss Millionenschwere Sanierungsprogramme für die Schule beschlossen. Auch der Solidarfonds für notleidende Unternehmen kam so in Gang

Bürgermeister Thomas Pink. (Archivbild)
Bürgermeister Thomas Pink. (Archivbild) Foto: Max Förster

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26.06.2020

Wolfenbüttel. Während der Corona-Pandemie fanden wichtige politische und finanzielle Entscheidungen im sogenannten "Umlaufverfahren" des Verwaltungsausschusses statt. Am vergangenen Mittwoch in der ersten gemeinsamen Ratssitzung stellte Bürgermeister Thomas Pink den Ratsmitgliedern alle wichtigen Entscheidungen vor, die in den vergangenen Monaten getroffen worden sind. Bei den meisten geht es um massive Investitionen in die Schulen und Bildungseinrichtungen der Stadt. Auch der eilig eingerichtete Solidarfont für notleidende Unternehmen kam zur Sprache.


Alle 27 Vorlagen wolle er nicht im Detail vorlesen, meinte Bürgermeister Pink während der Ratssitzung. Jedoch gab er einen guten Überblick über die Eilentscheidunge, die der Verwaltungsausschuss während der Sitzungsabstinenz des Rates verabschiedet hat.

Das Theodor-Heuss-Gymnasium soll demnach für 902.000 Euro saniert werden. Laut Vorlage werde unter anderem die Aula modernisiert. Weitere Baumaßnahmen betreffen die Toiletten der Lehrkräfte, die Einrichtung einer Behindertentoilette und den Fußboden der Sporthalle. Für die Brandschutzsanierung der Grundschule Harztorwall wurden im Umlaufverfahren 432.000 Euro freigegeben.

Für 374.000 Euro soll die Große Schule eine neue Heizungsanlage bekommen. Weiterhin sind neben einer akustische Ertüchtigung der Klassenräume im ersten Obergeschoss des Altbaus und der Erneuerung der Bodenbeläge Malerarbeiten im Oskar-Sommer-Haus und dem Direktorenhaus vorgesehen.

Die Grundschule Fümmelse soll bis zum Schuljahr 2022/23 einen neuen Klassenraum durch Umbaumaßnahmen im Bestand erhalten. Eine Vergrößerung des Lehrerzimmers müsse zunächst geprüft werden. Hierfür sind 265.000 Euro veranschlagt.

Den größten Posten betrifft sicherlich die Sanierung der Wilhelm-Raabe-Schule für maximal 5,3 Millionen Euro, die im dritten Quartal 2020 beginnen soll und laut Plan im Jahr 2024 abgeschlossen sein wird. Unter anderem sollen alle Häuser grundsaniert werden, ein Mensaneubau ist geplant, Fußböden, Fenster und Decken werden erneuert. Die Fassade wird saniert und instandgesetzt, inklusive der Wärmedämmung. Die Schule erhält unter anderem ein Behinderten-WC sowie neue Toiletten für die Lehrkräfte.

Abschließend nennt Bürgermeister Pink den Abschluss der Brandschutzsanierung des Schlosses, die auch das Gymnasium im Schloss betrifft. Hierfür sind 992.000 Euro eingeplant.

Solidarfonds aus dem Boden gestampft


Zur Entlastung der Wirtschaftsbetriebe im Landkreis Wolfenbüttel hat der Verwaltungsausschuss einen Eilbeschluss verabschiedet, laut dem die Stadt auf Sondernutzungsgebühren für öffentliche Flächen verzichtet. Dies betrifft alle Betriebe, die beispielsweise Waren vor der Tür ausstellen oder Cafés mit Tischen und Stühlen im öffentlichen Raum. Noch weitreichender ist der neue Solidarfonds mit einem Volumen von zwei Millionen Euro, an dem die Stadt sich mit 600.000 Euro und der Landkreis mit 400.000 beteiligen. "Es ist ja zu Beginn der Coronakrise die Unternehmerfamilie Mast auf die Stadt und den Landkreis Wolfenbüttel zugekommen und hat gesagt: 'wir müssen sehen das wir jetzt schnellstmöglich notleidenden Betrieben in dieser Stadt und im Landkreis helfen, die eben in dieser Coronakrise möglicherweise von Schließungen ihrer Unternehmen betroffen sind'", führt der Bürgermeister aus. Gesagt, getan. Die Familie Mast Jägermeister hat den Font mit einer weiteren Million Euro aufgestockt.

Bürgermeister spricht seinen Dank aus


Durch die administrative Begleitung und die Vorbereitung dieser Maßnahmen durch den ersten Stadtrat Knut Foraita sei es gelungen, die Hilfen sehr schnell auszuschütten und insbesondere in den ersten Wochen viele Anträge abzuarbeiten. "Und hier möchte ich sowohl der Familie Rehm/Mast, sowie dem Landkreis Wolfenbüttel - und auch uns - ganz deutlich ein ganz herzliches Dankeschön aussprechen. Ich glaube damit haben wir einen guten Beitrag für diese Region geleistet und auch dir, lieber Knut, ein herzliches Dankeschön an dich und deine Kolleginnen, die da mitgearbeitet haben."


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