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Trotz Regen und Schnee: Geringer Füllstand in Talsperren



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Trotz Regen und Schnee: Geringer Füllstand in Talsperren

Die Lage an den Talsperren bleibt weiterhin angespannt. Im Vergleich zum langjährigen Mittel sind die Talsperren rund 30 Prozent weniger gefüllt, als sie es Anfang Februar gewöhnlich sind.

Okertalsperre. Symbolbild.
Okertalsperre. Symbolbild. Foto: Marvin König

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Harz. Nach drei Trockenjahren in Folge liegen derzeit größere Schneemengen im Einzugsgebiet der Stauseen und könnten in Form von Schmelzwasser in die Talsperren abfließen. Niederschläge, vermehrter Schneefall und Tauwetterphasen der vergangenen Wochen hätten den Talsperren geholfen und sie wieder etwas aufgefüllt. Der Füllstand aller sechs Westharz-Talsperren zusammen beträgt aktuell zirka 44 Prozent. Zwar habe sich durch den Wintereinbruch im Harz die Lage an den Talsperren im Westharz etwas verbessert, die Lage bleibt jedoch weiterhin angespannt. Denn im Vergleich zum langjährigen Mittel sind die Talsperren rund 30 Prozent weniger gefüllt, als sie es Anfang Februar gewöhnlich sind. Ob die Trockenheit auch in diesem Jahr wieder zurückkommt, entscheidet sich laut einer neuen Studie aber wohl erst im April. Dies teilen die Harzwasserwerke in einer Pressemitteilung mit.



Die sechs Talsperren seien sogar so deutlich im Minus, dass sie auf den zweitniedrigsten Füllstand für Anfang Februar seit 1981 kommen. Nur im Jahr 2017 wären die Stauseen zu diesem Zeitpunkt noch schlechter gefüllt gewesen. „Grund dafür ist der allgemeine Trend zur Trockenheit, der sich im Harz mittlerweile seit zehn Jahren abzeichnet, und die extreme Trockenheit seit drei Jahren“, sagt Dr. Christoph Donner, Technischer Geschäftsführer der Harzwasserwerke. „Auch 2021 kann wieder zur Herausforderung werden – je nachdem, wieviel es noch im Frühjahr regnet.“

April entscheidet über Trockenheit



Ob im Sommer wieder eine extreme Trockenheit drohe oder ausreichend Niederschläge zu erwarten sind, zeichne sich laut einer neuen Studie des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) im Monat April ab. Sei der April in Mitteleuropa zu warm und niederschlagsarm, so steige laut den Wissenschaftlern die Wahrscheinlichkeit für eine Dürre im Sommer.

Im Versorgungsgebiet der Harzwasserwerke sei der April in den vergangenen drei Jahren extrem trocken ausgefallen und habe anschließend zu niedrigen Talsperren-Füllständen und einer angespannten Situation im Sommer geführt. Die Harzwasserwerke hätten daher frühzeitig die Betriebspläne an den Talsperren umgestellt und pumpten größere Wassermengen von der Innerstetalsperre für die Trinkwasserproduktion in die Granetalsperre.

Auch Grundwasser ist betroffen


Neben den Talsperren – bei den denen das fehlende Wasser sofort sichtbar ist – rücke auch die weitere Entwicklung des Grundwasserspiegels durch die Trockenheit immer mehr in den Fokus. An den Grundwasserwerken der Harzwasserwerke im Norden Niedersachsens in Liebenau, Schneeren, Ristedt und Ramlingen würden aufgrund der allgemeinen Trockenheit seit Jahren fallende Grundwasserstände registriert werden.

„Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigt, dass die Trockenheit immer wieder zurückkommen kann. Wir bereiten uns darauf vor und beobachten die Entwicklung an den Talsperren und Grundwasserwerken weiterhin intensiv“, erklärt Donner.


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