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Tuberkulose in Salzgitter – 21 Fälle seit 2010



Salzgitter

Tuberkulose in Salzgitter – 21 Fälle seit 2010

von Nino Milizia


Nicht jede TBC-Infektion wird als solche erkannt. Dennoch besteht in Salzgitter kein Grund zur Panik. Symbolfoto: Pixabay.
Nicht jede TBC-Infektion wird als solche erkannt. Dennoch besteht in Salzgitter kein Grund zur Panik. Symbolfoto: Pixabay. Foto: Pixabay

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Salzgitter. Wie das Landesamt für Statistik kürzlich bekannt gab, ist in Niedersachsen ein ansteigender Trend bezüglich Tuberkulose-Neuerkrankungen in den letzten fünf Jahren zu erkennen. regionalHeute.de wollte daher wissen, ob dies auch in Salzgitter zu beobachten ist.



Die Zahlen in Salzgitter


In Salzgitter ist nach Angaben von Maren Landwehr, Sprecherin der Stadt Salzgitter, kein ansteigender Trend zu erkennen: "Wir haben in Salzgitter nur eine geringe uns gemäß Infektionsschutzgesetz (IFSG) gemeldete Zahl an Neuerkrankungen, die über die Jahre konstant niedrig geblieben ist." 2010 bis 2013 gab es jeweils drei Fälle, 2014 gar nur zwei. Auch 2015 und 2016 trat die Erkrankung nur vier- und dreimal auf. In Salzgitter gibt es somit keinen Anlass zur Panik. Besonders oft kommt die Krankheit übrigens in Hamburg, Bremen und Berlin vor.

Was ist Tuberkulose?


Tuberkulose ist eine hochansteckende Krankheit, die – sofern sie nicht behandelt wird – Zum Tode führen kann. Weltweit gehört sie zu den meisten Todesfällen bei Infektionskrankheiten und steht deshalb unter Meldepflicht. TBC – früher auch unter Schwindsucht, Weiße Pest und weißer Tod bekannt – wird durch Mykobakterien verursacht und befällt in den meisten Fällen die Lunge. Sie kann unter anderem über Mikrotröpfchen in der Luft, durch Nahrungsmittel, Blut und Körpersekrete und sexuell übertragen werden. Folgen sind beispielsweise Entzündungen in der Lunge, Müdigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme, geschwollene Lymphknoten, leichtes Fieber, Nachtschweiß und ständiges Hüsteln. Bei einem schweren Verlauf kann es sogar zu einer Hirnhautentzündung, Halluzinationen, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen und Koma kommen.

Nach einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben allein 2015 etwa 1,4 Millionen Menschen weltweit. Allerdings soll die Dunkelziffer recht hoch sein, da die Symptome recht unspezifisch sind. Registriert wurden in Niedersachsen in 2015 417 Tuberkulose-Neuerkrankungen, also 68 mehr als im Jahr zuvor, was einen Anstiegt von 19,5 Prozent ausmacht. Generell ist ein steigender Trend in den letzten fünf Jahren auszumachen.


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