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Uwe Schäfer will Landrat von Wolfenbüttel werden

Der CDU-Kreisvorstand präsentierte seinen Kandidaten für den Kommunalwahlkampf 2021 und holte zum Schlag gegen Landrätin Christiana Steinbrügge aus.

von Werner Heise


Der CDU-Kreisvorstand präsentierte seinen Vorschlag für die Kandidatur für das Landratsamt. v.l. Kreisvorsitzender Frank Oesterhelweg, Kandidat Uwe Schäfer, Sarah Grabenhorst-Quidde und Andreas Meißler.
Der CDU-Kreisvorstand präsentierte seinen Vorschlag für die Kandidatur für das Landratsamt. v.l. Kreisvorsitzender Frank Oesterhelweg, Kandidat Uwe Schäfer, Sarah Grabenhorst-Quidde und Andreas Meißler. Foto: Werner Heise

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26.06.2020

Wolfenbüttel. Der Christdemokrat Uwe Schäfer will bei der Kommunalwahl 2021 für das Amt des Landrates kandidieren. Hierfür erhält er die Unterstützung des CDU-Kreisvorstandes. Entscheiden wird jedoch die Parteibasis bei einer Urwahl im September, wobei es bislang keine Gegenkandidaten gibt. Darüber informierte der CDU Kreisverband am heutigen Freitagmittag bei einem Pressegespräch.


"Wir haben großes Interesse wieder größte Fraktion im Kreistag zu werden und den Anspruch den Landrat zu stellen", erklärte Kreisvorsitzender Frank Oesterhelweg, der sogleich zum direkten Schlag gegen die amtierende Landrätin Christiana Steinbrügge (SPD) ausholte. "Das, was man im Augenblick vermissen kann, ist mehr Empathie für Themen und Bürgernähe", sagt er. Zudem fehle es Steinbrügge sowohl an politischer Führung, als auch an Kritikfähigkeit. Es gebe außerdem politische Themen, die die Landrätin verzögern, aussitzen oder verschleppen würde.

Schäfer die Rampensau


Mit Uwe Schäfer - so ist sich der CDU-Kreisvorstand sicher - würde man einen Kandidaten zur Wahl stellen, der Land und Leute kenne, offen und ansprechbar sei und Verwaltungsarbeit kenne. Oesterhelweg bezeichnet ihn zudem als politisches Urgestein, was man aufgrund der entsprechenden Vita, die in Schäfers früher Jugend beginnt und seither anhält, nicht von der Hand weisen kann. Und er sei eine "Rampensau" - eine die nicht nur bei Volksfesten die Leute mitreißen könne, sondern wisse, woran es in der Kommunalpolitik fehlt.

Der Kandidat selbst sagt über sich, dass seine Stärke das "Zuhören" sei und dass er ein Gespür für Menschen habe. Dies mache er an den vielen Gesprächen fest, die er bei seinen zahlreichen Ehrenämtern führe. Eines davon ist seit langer Zeit das des stellvertretenden Landrates.


Wunschkandidat des CDU-Kreisvorstandes: Uwe Schäfer. Foto: Werner Heise


Politischer Fahrplan?


Doch was will Schäfer politisch erreichen? Hier gibt es zunächst nur Themenblöcke, die er neben ihrer Überschrift anreißt. Breitband, Mobilität und das Wohlfühlen im Landkreis zählt er auf. Wobei er in letztem Punkt auch die Themen Versorgung mit Lebensmitteln aus regionaler Produktion und Tourismus mit eingliedert. Und auch wie er die Zusammenarbeit mit der Stadt Wolfenbüttel verbessern möchte, die man seitens der CDU als verbesserungswürdig bezeichnet, stellt er vorerst nur unter das Motto "Im Gespräch bleiben: Für ein Mehr an Miteinander".

Für den detaillierten Wahlkampf hat Schäfer noch Zeit und natürlich muss auch die CDU-Basis erst einmal dem Vorschlag des Kreisvorstandes folgen. Sicher ist man sich aber, dass der Wahlkampf - so Schäfer - nicht leicht werde. "Politik ist nicht planbar. Da ist noch eine Menge Wasser, das die Flüsse runterläuft", sagt Schäfer. Und eine Landrätin, die - sofern sie wieder kandidieren wird - ihr Amt als Vorteil hat.

Der Landkreis Wolfenbüttel ist seit 1996 SPD-geführt. Bei der letzten Wahl 2013 trat die CDU mit der nicht ortsansässigen Kandidatin Barbara Thiel an, die mit 40,75 Prozent gegen Christiana Steinbrügge mit 59,25 Prozent unterlag.


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