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Verkehrs-Kollaps in Watenbüttel – Sofortmaßnahmen vorgeschlagen

von Robert Braumann


Im Feierabendverkehr ist in Watenbüttel häufiger einmal Stillstand angesagt. Foto: Bernd Dennda
Im Feierabendverkehr ist in Watenbüttel häufiger einmal Stillstand angesagt. Foto: Bernd Dennda

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22.02.2016


Braunschweig. Am 20. Januar 2016 fand am Rande des Landtags ein Termin zwischen Olaf Lies (Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr) mit weiteren Behördenvertretern, Christoph Bratmann, MdL, Heidemarie Mundlos, MdL, sowie Vertretern der Bürgerinitiative „Arbeitsgruppe Ortsdurchfahrt Watenbüttel“ statt. Inhalt des Gesprächs - wie soll es in Watenbüttel weitergehen? Anwohner klagen über die starke Zunahme des Verkehrs.

In einer Mitteilung an den Stadtbezirksrat Lehndorf-Watenbüttel werden die Ergebnisse des Gesprächs öffentlich gemacht. Dort heißt es, es bestünde Einigkeit darüber, dass unabhängig von möglichen Maßnahmen im Bestand der Bau einer Ortsumgehung die beste Lösung der Verkehrsprobleme für die Ortsdurchfahrt Watenbüttel sei. Demnach werde sich das Ministerium weiterhin beim Bund für eine Ortsumgehung einsetzen. Diese Strecke ist für den neuen Bundesverkehrswegeplan angemeldet. Doch es gibt darüber hinaus konkrete Ideen, wie man kurzfristig etwas ändern könnte. So wird das Ministerium prüfen, ob die richtungsweisende Beschilderung auf der A2 um das Zwischenziel BS-Zentrum ergänzt werden kann, um mögliche Zielverkehre in Richtung Innenstadt über das Autobahnkreuz-Nord zu leiten. Außerdem wird das Ministerium zum Zwecke möglicher Geschwindigkeitskontrollen das Unfall-Lagebild und die Ergebnisse eventueller Geschwindigkeitskontrollen bei der Polizei abfragen. Dazu habe Olaf Lies zugesagt, die Volkswagen AG anzuschreiben mit dem Ziel, die Spediteure zu bitten, vermehrt die A2 statt die B 214 zu nutzen.

Tempo 30, neue Ampelschaltung?


Die Stadt wird ihrerseits überprüfen, ob noch weitere Optimierungen an den Lichtsignalanlagen an den Ortseingängen möglich sind. Zudem wird die Stadt im Hinblick auf eine mögliche Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h zum Zwecke der Lärmreduzierung weitergehende Untersuchungen durchführen. Dazu sind neue Verkehrszählungen erforderlich. Es habe in den letzten Monaten eine Untersuchung gegeben, danach lag im September 2015, also während sowohl auf der A 391 als auch auf der Hamburger Straße umfangreiche Baumaßnahmen stattfanden, ein um 13 Prozent erhöhtes Verkehrsaufkommen auf der Celler Heerstraße gegenüber dem Jahr 2011 vor. Bezogen auf einzelne Wochen und Richtungen waren Steigerungen von über 30 Prozent festzustellen. Nach der Fertigstellung der Baumaßnahmen, seien die Werte aber wieder auf den Stand von 2011 gesunken. Das Ministerium hat darauf hingewiesen, dass belastbare Verkehrszählungen erst ab 2017, nach Abschluss der Arbeiten auf der A 391, möglich sind.


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