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Wahlkampf in Wolfenbüttel: Gewunken oder "gestunken"?

von Thorsten Raedlein



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23.03.2014


Wolfenbüttel. Stefan Effenberg ist seinetwegen 1994 aus der Nationalmannschaft geflogen, Peer Steinbrück musste wegen ihm 2013 herbe Kritik einstecken. Nicht zu vergessen die zahlreichen Autofahrer, die ihm eine saftige Strafe zu verdanken haben. Die Rede ist vom ausgestreckten Mittelfinger. Eine unmissverständliche Geste, die alles andere als Zuneigung signalisieren soll…

[image=137067 alignleft]Und ausgerechnet so eine Geste soll ein Wahlkampfhelfer der SPD am Samstag in Richtung einer Gruppe um Bürgermeister Thomas Pink gewagt haben? Ja, aus dem Auto heraus. Behauptet zumindest die Wolfenbütteler Junge Union auf ihrer Internetseite. Auch auf Facebook machte der Artikel schon seit Samstagabend seine Runde. WolfenbüttelHeute.de fragte bei dem Verfasser der Zeilen, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Jungen Union Wolfenbüttel, Simon Buchholz, nach, was sich denn da zwischen SPD- und JU-/CDU-Mitgliedern ereignet haben soll.


Simon Buchholz. Foto: privat



"Wir standen mit dem Bürgermeister in einer Gruppe am Infostand der Stadt vor dem Bankhaus Seeliger, als zwei Wahlkampfhelfer der SPD nach dem Abbau deren Infostandes mit ihrem Auto samt Anhänger vorbeifuhren. Da hat plötzlich eine Frau aus der Gruppe den ,Stinkefinger' des Beifahrers in unsere Richtung wahrgenommen", sagt Buchholz noch immer geschockt von der ganzen Situation. "So ein Verhalten gehört sich nicht", unterstreicht er. Die Junge Union erwarte eine Entschuldigung von Seiten der Sozialdemokraten.


Falk Hensel. Foto: SPD



SPD-Stadtverbandsvorsitzender Falk Hensel erfuhr erst durch einen Anruf unserer Redaktion von dieser Angelegenheit. Er rief daraufhin bei den beiden Wahlkampfhelfern an und fragte nach. "Die zwei Personen haben die Geschichte mir gegenüber bestritten", sagt Hensel. Der Mittelfinger sei nie gestreckt worden. Vielmehr hätten Fahrer und Beifahrer versucht die vielen Fußgänger vor ihrem Fahrzeug samt Wahlkampfanhänger "zur Seite zu winken". "Der Vorwurf, der im Raum steht entspricht nicht der Wahrheit", sagt Hensel. Er wolle sich rechtliche Schritte vorbehalten, wenn dies von der Jungen Union so behauptet werde.

Bürgermeister Thomas Pink sieht das Ganze gelassen. "Schön ist es nicht und ich werde mit Falk Hensel noch persönlich Kontakt aufnehmen und mit ihm darüber reden. So etwas sollten wir uns ersparen", sagte Thomas Pink.


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