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Wahlkrimi in Wolfenbüttel: FDP-Mann widerspricht Zeitungsbericht



Wahlkrimi um Lukanic: FDP-Mann widerspricht Zeitungsbericht

Ein CDU-Mitglied soll die Korruptionsvorwürfe gegen den Bürgermeisterkandidaten verbreitet haben. Doch die Quelle für diese Behauptung widerspricht.

von Werner Heise


In ihrer heutigen Ausgabe berichtet die Wolfenbütteler Zeitung über ein namentlich nicht genanntes CDU-Mitglied, das die Korruptionsvorwürfe gegen Stadtbaurat Ivica Lukanic erhoben haben soll. Doch die angegebene Quelle für diese Behauptung widerspricht.
In ihrer heutigen Ausgabe berichtet die Wolfenbütteler Zeitung über ein namentlich nicht genanntes CDU-Mitglied, das die Korruptionsvorwürfe gegen Stadtbaurat Ivica Lukanic erhoben haben soll. Doch die angegebene Quelle für diese Behauptung widerspricht. Foto: Werner Heise

Wolfenbüttel. Der FDP-Ratsherr Rudolf Ordon widerspricht einem Bericht der Wolfenbütteler Zeitung vom heutigen Freitag. Die hatte geschrieben, ein CDU-Mitglied, das nicht dem Rat der Stadt angehört, habe Ordon aufgefordert, die Stadtverwaltung und die Presse mit der angeblichen Korruption des Stadtbaurates Ivica Lukanic zu konfrontieren. Die Darstellung der Redakteurin sei nicht korrekt, teilt Ordon auf Anfrage von regionalHeute.de mit.



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Die Stadt Wolfenbüttel hatte in einer Pressemitteilung am Mittwochmorgen über Korruptionsvorwürfe gegen ihren Stadtbaurat Ivica Lukanic berichtet und sogleich als haltlos abgewiesen. Sowohl Bürgermeister Thomas Pink, als auch Lukanic selbst kündigten an, Strafanzeige gegen die Urheber dieser Gerüchte stellen zu wollen (regionalHeute.de berichtete).



Die Korruptionsvorwürfe waren nun am Donnerstagnachmittag Grund für eine Sondersitzung im Rathaus, zu der die Fraktionsvorsitzenden und Gruppensprecher geladen waren. Dort wurden nun offenbar Anschuldigungen gegen ein bestimmtes CDU-Mitglied erhoben, das die Korruptionsvorwürfe in Umlauf gebracht haben soll. Quelle für diese Behauptung sei laut Wolfenbütteler Zeitung der FDP-Ratsherr Rudolf Ordon, der dies Bürgermeister Thomas Pink so in einem Telefonat mitgeteilt habe.


CDU-Mitglied nahm Kontakt mit FDP-Mann auf


"Am Freitag, den 06.08.2021, erhielt ich eine Mail aus CDU-Kreisen, in der es um die Erstellung eines Videos von Herrn Lukanic ging, mit der Bitte um einen Rückruf. Zu dem Video konnte ich nichts sagen, ich kenne es bis heute nicht. In dem Gespräch wurden von dem CDU-Mitglied die Wahlkampffinanzierung und Spenden angesprochen, nicht aber Korruptionsvorwürfe. Ich wurde gefragt, nicht aufgefordert, ob ich dies durch Anfragen öffentlich machen könnte. Das habe ich strikt abgelehnt", erklärt Ordon gegenüber regionalHeute.de. Er bestätigt dadurch aber auch, dass es den Versuch seitens eines CDU-Mitgliedes gegeben haben soll, Informationen über den Bürgermeisterkandidaten Ivica Lukanic über eine politische Anfrage öffentlich zu machen.

Nach dem Bericht der Wolfenbütteler Zeitung habe Lukanic dem Bürgermeister gegenüber an Eides statt versichert, die behauptete Einflussnahme seinerseits auf einen etwaigen Grundstückskaufvertrag als Gegenleistung für eine Wahlkampfspende sei zu keiner Zeit erfolgt und eine solche Spende sei ihm auch zu keiner Zeit angeboten worden. Bürgermeister Thomas Pink hat mitgeteilt, aufgrund des laufenden Verfahrens in dieser Angelegenheit keine Fragen mehr gegenüber der Presse beantworten zu wollen.


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