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Wasser für alle: Auch Tiere leiden unter der Hitze

Eine Tierschützerin stellt in der Stadt umfunktionierte Tetra Paks als "Vogeltränken" auf. Nicht allen Mitmenschen gefällt das.

von Alexander Dontscheff


Die Trinkwasserquellen werden dankend angenommen.
Die Trinkwasserquellen werden dankend angenommen. Foto: Renata Wyganowska

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11.08.2020

Braunschweig. Die derzeitige Hitzewelle macht nicht nur uns Menschen zu schaffen. Auch manche Tiere leiden unter der Trockenheit und Hitze. Vor allem der Mangel an Wasserquellen ist für viele Wild- und Stadttiere ein Problem. Das berichtet die Tierschützerin Renata Wyganowska, die gleichzeitig darum bittet, den Tieren zu helfen. Sie selbst geht mit gutem Beispiel voran.



"Egal ob Hund, Katze, Igel, Taube oder eine Biene - alle haben Durst", erklärt Renata Wyganowska. Vor allem im Innenstadtbereich gebe es nicht genug Wasserquellen. Die Brunnen zum Beispiel liefen nicht rund um die Uhr. Zudem hätte das Wasser keine gute Qualität, da es immer dasselbe sei, das durch die Pumpe laufe. Auch das Argument, die Oker sei doch in der Nähe, könne nicht gelten. "Die Reviere zum Beispiel der Tauben sind eher klein. Wenn kein Gewässer in der Nähe ist, fliegen sie dieses auch nicht an", erklärt die Tierschützerin.


Mit einem Schild wird darauf hingewiesen, dass es sich hierbei nicht um Müll, sondern um eine Vogeltränke handelt. Foto: Renata Wyganowska


Daher appelliert Wyganowska an alle Bürger und Geschäftsleute, Wassertränken aufzustellen. Außerdem bittet sie alle Mitbürger, diese Behälter nicht einfach zu entsorgen. Sie selbst hat in der Innenstadt mehrere zur Vogeltränke umfunktionierte Tetra Paks verteilt. Diese seien eine praktische Alternative, da man sie aus einem Abfallprodukt herstellen könne. Sie müssten lediglich ausgespült werden. Das Wasser halte sich darin etwa zwei bis drei Tage frisch.

"Wie ein Mensch in der Wüste"


Doch nicht allen Mitmenschen gefällt offenbar die Initiative von Renata Wyganowska. Immer wieder würden ihre Vogeltränken zerstört und entsorgt, berichtet sie im Gespräch mit regionalHeute.de. Sie vermutet, dass dies gezielt geschehe. "Manche Menschen wollen einfach nicht, dass man den Tieren hilft, da dadurch auch für sie unliebsame Tiere wie Tauben oder Krähen profitierten", so Wyganowska. Sie könne das nicht verstehen. "Ein Mensch in der Wüste ist auch über jeden Tropfen dankbar. Und so geht es derzeit auch den Tieren", so die Tierschützerin.


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