Region. Krankenhäuser der Region sind am Limit: Der Fachkräftemangel macht sich bemerkbar. Es fehlen Ärzte, Pfleger und Therapeuten. Die Gefahr ist also groß, dass zwar nicht ganze Krankenhäuser, zumindest aber einzelne Stationen in niedersächsischen Kliniken schließen müssen – auch in der Region rund um Braunschweig. Das meint der Landtagsabgeordnete Eike Holsten (CDU) aus Zeven, der mit einer Anfrage an die Landesregierung darauf aufmerksam machte.
Mit dieser Anfrage wollte der Abgeordnete Zahlen haben, wie oft solche Schließungen in den vergangenen Jahren in Niedersachsen stattgefunden haben, und wie sich sonst auf den Klinikbetrieb ausgewirkt haben. Die Antwort der Landesregierung liegt jetzt vor. Sie klingt zunächst einmal nach Entwarnung.
Bislang gab es keine Schließungen wegen Personalmangels
So heißt es dort jetzt: "Der Landesregierung liegen keine Erkenntnisse über vorübergehende und dauerhafte Schließungen vor, die auf personelle Gründe zurückzuführen sind." Das betreffe auch die Verlegung oder Nicht-Aufnahme von Patienten und die Durchführung elektiver Operationen und Behandlungen.
Gleichwohl weiß natürlich auch die Landesregierung, dass es an Personal fehlt. So teilt sie in der Antwort unter anderem mit: "Die Gewinnung von ärztlichem und pflegerischem Personal stellt eine besondere Herausforderung für alle niedersächsischen Krankenhäuser dar."
Der Landesregierung sei bewusst, dass Stations- oder Bettenschließungen immer auch Auswirkungen auf die Erreichbarkeit der stationären Versorgung für die Bevölkerung haben können. Die Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung für alle medizinischen Fachgebiete im jeweils erforderlichen Umfang stehe daher regelmäßig im besonderen Fokus bei den planerischen Entscheidungen des Landes in enger Kooperation mit den Beteiligten im Gesundheitswesen.

