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Weiter Ärger um den Heidbergsee

von Robert Braumann


Der Heidbergsee wird bei schönem Wetter stark freuquentiert, Foto: Archiv
Der Heidbergsee wird bei schönem Wetter stark freuquentiert, Foto: Archiv

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11.08.2016




Braunschweig. Kommt das Wochenende und die Temperaturen steigen, dann freuen sich die meisten Menschen auf die anstehenden Tage – für viele Bewohner in der Nähe des Heidbergsees beginnt der Stress (regionalHeute.de berichtete). Nach den Beschwerden der Anwohnern, meldete sich Felix Nordheim, Mitglied im Stadtbezirksrat, CDU, bei der Redaktion. Er ist schon lange mit den Zuständen am Heidbergsee unzufrieden. 

Bereits 2014 regte er sich über die Saufgelage am See und die Vermüllung auf (regionalHeute.de berichtete). Der Bezirksrat verständigte sich schließlich mit der Stadt auf ein Sicherheitskonzept, der richtige Weg findet Nordheim heute, aber von einer Lösung des Problems sei man dennoch weiterhin weit entfernt. "Wenn man sich den "Spaß" macht und Sonntag früh mal an den See geht, das ist nämlich der einzige Tag an dem der Müll nicht entfernt wird, dann sieht man schnell das Ausmaß der Partynächte. Dann müssen Familien mit Kindern sich erst einmal daran machen Glasflaschen und Essensreste zu entfernen." Auch die Parksituation werde aus seiner Sicht nur unzureichend kontrolliert. "Da muss sicher noch nachjustiert werden". Die Stadt habe das Problem aus seiner Sicht noch nicht in Gänze erkannt.

Ordnungsdienst stärken - mehr Kontrollen


"Das ist hier im Sommer einer der Hotspots in der Stadt, da fehlt mir einfach die Schwerpunktsetzung. Es hat ja schon lange genug gedauert, bis das Sicherheitskonzept überhaupt an den Start gegangen ist." Er würde sich wünschen, dass man im Bezirksrat genau darüber informiert werden würde, wie viele Kontrollen überhaupt durchgeführt wurden. Aus seiner Sicht sei das Bewusstsein bei vielen Besuchern einfach nicht da, dass es bei Fehlverhalten auch Strafen geben würde. Um das zu ändern, müsse man wohl eine kontinuierliche Kontrollsituation einführen.


Felix Nordheim sorgt sich um die Situation am Heidbergsee, Foto: Robert Braumann



Ein Schwerpunkt der CDU sei es den Zentralen Ordnungsdienst der Stadt personell zu verstärken, damit diese Kontrollen auch durchgeführt werden könnten. Das könne dann auch Nachts um drei passieren, wenn es wirklich vor Ort rund ginge, wenn viele Jugendliche nach der Disco noch einmal am See weiter feiern würden. Ohne Auswirkungen für die Personen werde man nichts erreichen. "Wenn hier jemand nach dem Saufen seine Bierpulle in den See wirft, dann muss das Auswirkungen für ihn haben und es muss eine Strafe geben, nur so bekommen wir das in den Griff." Ein Naherholungsgebiet aufzuwerten, sei sicherlich nachvollziehbar (regionalHeute.de berichtete), zum Beispiel durch ein wenig Bewirtschaftung. Doch dadurch steige auch weiter das Interesse bei potenziellen Besuchern. Diese Forderung könnte man nur unterstützen, wenn die Verwaltung alles in geregelten Bahnen halten könnte, dies sehe er momentan nicht. Er werde das Thema weiterhin verfolgen und auch im Stadtbezirksrat aktiv bleiben, um die Situation zu verbessern.


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