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"Weltfremd": Bundestagsabgeordneter übt Kritik an Überbrückungshilfe des Wirtschaftsministers

Für eine Überbrückungshilfe des Landes Niedersachsen müssen Steuerberater bei Soloselbstständigen und Freiberuflern eingesetzt werden. Dies kritisiert Falko Mohrs.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

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10.11.2020

Helmstedt. Wie bereits berichtet, können Soloselbstständige und Freiberufler für den Zeitraum von September bis Dezember 2020 eine Überbrückungshilfe beantragen. Allerdings geht dies nur mittels Steuerberater. Dagegen wehrt sich SPD-Bundestagsabgeordneter Falko Mohrs in einer Pressemitteilung. Ihm zufolge hätten viele Soloselbständige Not, einen Steuerberater zu finden. Er kritisiert daher den Niedersächsischen Wirtschaftsminister Bernd Althusmann, der diesen Vorgang zu verantworten habe.



Der Bund habe beschlossen Selbstständigen, die wegen des Lockdowns im November schließen müssen, 75 Prozent ihrer Umsätze zu ersetzen. Der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann wolle diese Maßnahmen nun nicht wie vom Bund verabschiedet durchführen, so Mohrs. Der CDU-Mann wolle, dass Soloselbstständige die Hilfen nur von einem Steuerberater beantragen lassen können, diese Einschränkung würden die Beschlüsse des Bundes nicht vorsehen.

Bundestagsabgeordneter Falko Mohrs (SPD) hält das für weltfremd: "Im Zuge der Soforthilfen aus dem Frühjahr habe ich mit vielen Selbstständigen gesprochen, die Probleme bei der Beantragung des Hilfsprogramms hatten. Viele Soloselbstständige haben keinen Steuerberater und mehrere Wolfsburger Soloselbstständige berichten mir, dass sie Probleme haben einen Steuerberater zu finden. Genau deswegen habe ich mich gegenüber den Bundesministerien für die Möglichkeit eingesetzt, dass Soloselbstständige selbst einen Antrag stellen dürfen. Diese Forderung von Herrn Althusmann geht daher an der Realität vorbei." Der Wirtschaftspolitiker im Bundestag fordert den Minister auf: "Statt die Hürden größer zu machen rate ich dem Wirtschaftsminister an der schnellstmöglichen Umsetzung zu arbeiten, sodass die Unternehmen die Hilfen die der Bund versprochen und bezahlt hat auch bekommen."


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