Wer wird "Vogel des Jahres"? – Jetzt abstimmen

Der kleine Trauerschnäpper will "Vogel des Jahres" 2027 werden. Alles über den Zugvogel und wie man für ihn abstimmen kann.

Der Trauerschnäpper möchte Vogel des Jahres werden.
Der Trauerschnäpper möchte Vogel des Jahres werden. | Foto: Mathias Schäf

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Region. Wer wird "Vogel des Jahres" 2027? Bis zum 15. Oktober können Menschen in ganz Deutschland über ihren Favoriten abstimmen. Einer der fünf Kandidaten ist der Trauerschnäpper – ein kleiner, geschickter Zugvogel, der auch in der Region Südost-Niedersachsen zu Hause ist. Für ihn geht es bei der Wahl um mehr als einen Titel: Er steht für Klimaschutz und den Erhalt alter Bäume, so der NABU Südost-Niedersachsen in einer Pressemitteilung.



Kranich, Kolkrabe, Mehlschwalbe, Trauerschnäpper und Wasseramsel stehen zur Wahl um den Titel. Wer seine Stimme abgibt, entscheidet nicht nur über den nächsten Jahresvogel, sondern setzt auch ein Zeichen für eines der fünf Naturschutzthemen, für die die Kandidaten stellvertretend stehen. „Der Trauerschnäpper ist eigentlich kein Trübsalsbläser sondern ein fröhlicher Luftakrobat. Den Namen trägt er nur wegen seines dunklen Gefieders“, klärt Josefine Stangenberg von der NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen auf.

Wohnungsnot durch Klimawandel


Für die Brut sucht sich der kleine Vogel natürliche Baumhöhlen oder passende Nisthilfen. „Dabei wird dem kleinen Zugvogel als Langstreckenzieher die große Reise von seinem Winterquartier in Afrika zurück in unsere Breitengrade immer häufiger zum Verhängnis. Denn im Gegensatz zu Kurzstreckenziehern, die durch den menschengemachten Klimawandel früher zurückkommen oder direkt in unserer Region bleiben, kehrt der Trauerschnäpper erst Ende April oder Anfang Mai zurück. Seine bevorzugten Bruthöhlen sind dann häufig bereits durch andere Vögel besetzt“, so Stangenberg.

Trauerschnäpper gehören zu den Höhlenbrütern. In der Natur sind alte Bäume mit Höhlen deswegen besonders wertvoll für sie. Werden solche Bäume gefällt oder fehlen geeignete Brutplätze, wird es für die Tiere schwieriger, Nachwuchs großzuziehen. Obwohl der Trauerschnäpper bevorzugt in Mischwäldern vorkommt, ist er auch immer häufiger in urbanen Räumen anzutreffen. So brütet er inzwischen auch an Stellen, wo sich älterer Baumbestand befindet, etwa in Parks, an den Rändern von Schulhöfen und Sportstätten, in Grünanlagen, auf alten Friedhöfen und besonders gern in alten Obstbaumbeständen.

Vogel braucht geeignete Brutplätze


Wer etwas für den Trauerschnäpper tun möchte, müsse also nicht weit wegfahren. Vogelbegeisterte in Südost-Niedersachsen könnten im eigenen Garten oder anderswo aktiv werden und Trauerschnäpper-Nistkästen aufhängen und sich für den Erhalt alter Bäume einsetzen, damit natürliche Höhlen als Wohnraum erhalten bleiben. Aktiver Klimaschutz helfe dem kleinen Vogel ebenfalls. Dabei zähle jedes Milligrad.

So kann man abstimmen


Bis zum 15. Oktober 2026 um 11 Uhr kann für den "Vogel des Jahres" 2027 abgestimmt werden. Dann steht fest, welcher der fünf Kandidaten Deutschland im kommenden Jahr als Jahresvogel begleiten wird. Wer dem Trauerschnäpper seine Stimme gibt, stimme damit zugleich für Klimaschutz, den Erhalt alter Bäume, natürlicher Höhlen und vielfältiger Lebensräume, so der NABU. Die NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen lädt alle Vogelfreundinnen und Vogelfreunde ein, die fünf Kandidaten kennenzulernen und selbst eine Stimme abzugeben. Weitere Informationen zu den fünf Kandidaten und zur Wahl des „Vogels des Jahres“ 2027 gibt es online.

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