Braunschweig. Am kommenden Wochenende wird das Landesmuseum Hinter Aegidien wieder zum zentralen Treffpunkt für Buchliebhaber, Kunstbegeisterte und Neugierige: Der 9. Braunschweiger Antiquariatsmarkt bringt zwölf Antiquariate und Versandantiquariate mit einem vielfältigen Angebot an Büchern, Graphiken und Papierantiquitäten an einem Ort zusammen. Das kündigen die 3Landesmuseen in einer Pressemitteilung an.
Neben neun Braunschweiger Antiquariaten erweitern in diesem Jahr drei Gast-Aussteller aus Bargfeld/Celle, Hannover und Hildesheim das Angebot. Erstmals dabei ist das Versandantiquariat Wolfgang Kohlweyer aus Braunschweig. Die Auswahl erstreckt sich von seltenen Folianten vergangener Jahrhunderte über Kunstgraphiken und historische Postkarten bis hin zu erschwinglicher Regionalliteratur und Kinderbüchern.
Dass der Markt weit mehr ist als ein klassischer Sammlertreff, spüren die Veranstalter seit Jahren. Auch jüngere Menschen und Studenten entdecken zunehmend die Faszination alter Bücher und besonderer Einzelstücke. Dazu tragen aktuelle Trends wie #BookTok ebenso bei wie ein wachsendes Interesse an Nachhaltigkeit, Haptik und analogen Erlebnissen.
Expertise und altes Handwerk hautnah
Ein zentrales Element des Marktes ist der direkte Austausch: Die Aussteller bieten kostenlose Auskünfte zur Begutachtung, Konservierung, Suche und Pflege alter Bücher. Wer auf dem Dachboden oder im Erbe alte Druckwerke oder Graphiken entdeckt hat, kann diese mitbringen und vor Ort unkompliziert schätzen lassen. Ergänzt wird das Programm durch Einblicke in das traditionsreiche Buchbinder-Handwerk: Die seit fast 75 Jahren in Braunschweig ansässige Buchbinderei Zerbst zeigt vor Ort, wie aus losem Papier haltbare Bücher entstehen und wie alte Einbände restauriert werden.
Informationen für Besucher
Der Antiquariatsmarkt findet am 19. September von 10 bis 17:30 Uhr im Dormitorium im 1. OG des Landesmuseums Hinter Aegidien statt. Der Eintritt ist frei und zudem barrierearm. Die Ausstellung „Ein Teil von uns. Deutsch-jüdische Geschichte aus Niedersachsen“ und die romanischen Klosterräume können ebenfalls kostenlos besucht werden.

