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Wildtiere kennen keine Sommerzeit



Wolfenbüttel

Wildtiere kennen keine Sommerzeit

von Anke Donner


Die Kreisjägerschaft Wolfenbüttel rät in der Wildwechselzeit zu umsichtigem Fahren. Foto: Pixabay
Die Kreisjägerschaft Wolfenbüttel rät in der Wildwechselzeit zu umsichtigem Fahren. Foto: Pixabay Foto: Pixabay

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Region. Mit der Zeitumstellung nimmt die Gefahr von Wildunfällen über Nacht rapide zu. Jetzt ist besonders im ländlichen Straßenverkehr Vorsicht geboten. Wie die Kreis-Jägerschaft Wolfenbüttel mitteilte, zeige die aktuelle DJV-Statistik, dass Wildunfälle leicht zunehmen.



Rehe verursachen mehr als 90 Prozent der Kollisionen, teilte die Jägerschaft mit. Und auch die Verkehrsunfallstatistik der Polizei zeigt, dass im Jahr 2016 mehr Wildunfälle auf den Straßen im Landkreis passiert sind. Insgesamt 551 Wildunfälle wurden verzeichnet (regionalHeute.de berichtete). Die Kreisjägerschaft Wolfenbüttel erklärt dazu, dass das Risiko für Wildunfälle mit der Zeitumstellung, der Dämmerung und dem morgendlichen Berufsverkehr steigt. Denn Reh, Hirsch und Wildschwein folgen weiterhin ihrem natürlichen Rhythmus und sind vor allem in den Morgen- und Abendstunden auf den Läufen. Nach dem Winter sind die Notreserven von Pflanzenfressern aufgebraucht, frisches Grün und Streusalzreste locken besonders Rehe an Straßenränder. Hinzu kommen Revierkämpfe, die jungen Rehböcke werden vertrieben. Der Deutsche Jagdverband (DJV) appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, in der Dämmerung besonders auf Landstraßen, an Feldern und in Waldgebieten vorsichtig und mit reduzierter Geschwindigkeit zu fahren. Und auch die PolizeiWolfenbüttel rät dazu, die Geschwindigkeiten und das Fahrverhalten anzupassen.

Achtung Wildunfall - Verhaltenstipps


• Taucht Wild am Straßenrand auf: abblenden, hupen und kontrolliert bremsen. Achtung: Rehe, Hirsche und Wildschweine sind meist nicht allein unterwegs.

• Ist eine Kollision mit einem Wildtier unvermeidbar, Lenkrad gut fest- halten und weiterfahren. Unkontrollierte Ausweichmanöver können schlimme Folgen haben. Auch für andere Verkehrsteilnehmer.
• Nach einem Unfall: Warnblinkanlage einschalten und Unfallstelle ab- sichern. Das Tier, sofern möglich, mit Handschuhen bergen und an den Randstreifen schaffen, damit keine Folgeunfälle passieren. Eigene Sicherheit beachten!
• Ein verletztes Tier weder berühren noch verfolgen oder gar mitnehmen: Verletzungsgefahr für den Menschen und Todesangst für das Wildtier. Wer sich Wild aneignet, macht sich zudem der Wilderei schuldig, Strafanzeige droht.
• Unfall unverzüglich der Polizei melden – auch wenn das Tier geflüchtet ist. Tierschutz geht vor. Bescheinigung über den Wildunfall aus- stellen lassen. Das ist wichtig für den Schadensersatzanspruch.


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