Region. Der Winter zeigt sich derzeit von seiner grimmigen Seite, gestern hat Sturmtief Elli die Region in Atem gehalten. Windböen und starke Schneefälle sorgten für Ausfälle im ÖPNV und ließen Autos auf Landstraßen feststecken. Wer zu dieser Jahreszeit mit dem Fahrrad unterwegs ist, hofft auf geräumte Radwege, doch nicht immer ist das der Fall. regionalHeute.de hat bei den Kommunen der Region nachgefragt, wie dort die Räumung der Radwege geregelt ist.
Die einen sind für ihre täglichen Wege auf das Fahrrad angewiesen, weil sie kein Auto besitzen, die anderen wollen unabhängig von Spritpreisen und Busverbindungen sein – zahlreiche Menschen nutzen auch in der kalten Jahreszeit das Rad für die Fahrt zur Arbeit oder für Erledigungen. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn nicht nur die Kälte Radfahrern zu schaffen macht, sondern auch Radwege, die nicht von Schnee und Eis befreit wurden.
Schnee auch für Städte Herausforderung
Das derzeitige Winterwetter macht nicht nur Verkehrsteilnehmern zu schaffen, sondern stellt auch die Kommunen vor große Herausforderungen. Um die unzähligen Kilometer Straßennetz vom Schnee zu befreien, ist ein großer personeller und materieller Aufwand nötig. Wenn es, wie bei Sturmtief Elli, zusätzlich zu Schneeverwehungen kommt, sieht eine gerade geräumte Straße schon nach kurzer Zeit wieder wie zuvor aus.
Das sagen die Kommunen
Um zumindest die Hauptverkehrsadern in den Städten befahrbar zu halten, wird daher nach einer Priorisierungsliste vorgegangen, wie es seitens der Kommunen auf Anfrage heißt. Zunächst würden die wichtigsten Verbindungen geräumt, erst dann könne man sich um Nebenstraßen und Radwege kümmern. Bei anhaltenden starken Schneefällen müsse man wieder von vorne in die Prioritätenliste einsteigen, sodass untergeordnete Verbindungen längere Zeit ungeräumt bleiben können.
Abfuhr der Schneeberge
In der jetzigen Phase des kontinuierlichen Schneefalls liege das Hauptaugenmerk auf die Räumung. Eine große Herausforderung sei dabei auch der geräumte Schnee, der am Straßen- oder Fußwegrand verbleibt. Die Abfuhr des Schnees erfolge erst bei einer „offenen“ Wetterlage. Es könne auch vorkommen, dass Räumfahrzeuge Schnee wieder auf bereits geräumte Geh- und Radwege schieben – dies sei angesichts des Umfangs des Winterdienstes bei starkem Schneefall leider nicht immer zu vermeiden.

