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Wird in Othfresen ein Umweltskandal vertuscht?

von Nino Milizia


Stefan Scheele und Bündnis90/Die Grünen wittern einen Umweltskandal. Foto: Bündnis90/Die Grünen
Stefan Scheele und Bündnis90/Die Grünen wittern einen Umweltskandal. Foto: Bündnis90/Die Grünen

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15.06.2017

Othfresen. Am 29. Mai dieses Jahres war auf einem Privatgrundstück nahe der ehemaligen Grube Ida ein Feuer ausgebrochen, das 183 Feuerwehrleute fünf Stunden lang beschäftigte. Bis heute wurde nicht gänzlich geklärt, welchen Nutzen das Gelände hatte. Die Aussagen schwanken zwischen Wertstoffdepot und Schrottplatz. Die Grünen stellten nun eine Anfrage an den Landrat.


Dichte, tiefschwarze Rauchschwaden hatten die Löscharbeiten begleitet, die nur unter Nutzung von Atemschutzgeräten möglich waren.

Welchem Gewerbe auf dem Grundstück nachgegangen wurde, wurde bis heute nicht abschließend geklärt. Der Eigentümer gab an, es handele sich um ein Wertstoffdepot, die Polizei spricht von einem Schrottplatz. Die undurchsichtige Situation machte Bündnis90/Die Grünen misstrauisch, so dass sie in Form ihres Fraktionsvorsitzenden Stefan Scheele eine Anfrage an den Landrat stellten und mit eigenen Vermutungen nicht hinter dem Berg halten.

Heißt es in dem Schreiben nämlich: "Von Kennern der Situation hört man die Formulierung 'ein Fall Morgenstern im Kleinen'." Die Grünen hätten Informationen, nach denen das besagte Grundstück schon seit geraumer Zeit "im Fokus der zuständigen Kommunen und Behörden steht, weil von ihm offensichtlich unabsehbare Gesundheits- und Umweltgefährdungen ausgehen."

Auf welche Kenner und Informationen sich die Grünen dabei stützen, geht aus der Anfrage nicht hervor. Bestand lediglich ein Kommunikationsproblem oder hat man es tatsächlich mit einem handfesten Umweltskandal zu tun? Die Grünen wollen der Sache mit folgenden Fragen auf den Grund gehen:
1. Wurde vor, während und nach dem Brand die Luftqualität im Bereich des
Grundstücks gemessen?

2. Welche Gegenstände und Substanzen lagern auf dem Grundstück?

3. Welche Gegenstände und Substanzen sind verbrannt?

4. Welche Grundwassergefährdung geht von dem Gelände aus, sowohl generell als
auch speziell durch das Löschwasser der Brandbekämpfung?

5. Welche Genehmigungen sind dem „Wertstoffhändler“ erteilt worden?

Eine Antwort wird im Ausschuss für Bauen und Umwelt am 7. September erwartet.

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