1.400 Kilometer zu Fuß – ist das zu schaffen?


„Um dieses gewaltige Projekt realisieren zu können, sind wir auf Unterstützung aus unserer Region angewiesen“. Foto: Henriette-Breymann-Gesamtschule
„Um dieses gewaltige Projekt realisieren zu können, sind wir auf Unterstützung aus unserer Region angewiesen“. Foto: Henriette-Breymann-Gesamtschule

Wolfenbüttel. Eine Strecke, ungefähr so lang wie der Weg von Berlin nach Rom; nur neun Tage Zeit; 24 Stunden rund um die Uhr unterwegs sein; 16-18-Jährige, die Laufen und Radeln – dieser einzigartigen Herausforderung stellen sich nach Information der Schule im August 2019 zirka 50 Schüler der Henriette-Breymann-Gesamtschule in Wolfenbüttel.


Anlass für dieses Projekt ist die 30. Wiederkehr des Falls der Mauer im kommenden Jahr. Der ehemalige innerdeutsche Grenzstreifen, der fast drei Jahrzehnte lang Familien, Freunde und gemeinsame Geschichte trennte und zahlreiche Todesopfer forderte, ist heute als Wanderweg unter dem Namen „Grünes Band“ bekannt. Vom 22. August bis zum 1. September 2019 werden Schülerinnen und Schüler der HBG unter dem Motto „Grenzen erkennen – Grenzen überwinden“ die 1.400 Kilometer lange Strecke, die von Hranice in Tschechien bis zum Ostseebad Boltenhagen führt, zu Fuß und auf dem Rad in einem durchgehenden Staffellauf zurücklegen.

„Unser Schuljahr ist gekennzeichnet durch zahlreiche bewegte und bewegende Momente: 24-Stunden-Spendenlauf, Nachtlauf in Braunschweig, Stadtlauf in Wolfenbüttel. Dieser Lauf jedoch stellt alles bisher Gewesene in den Schatten“, berichtet Marco Hübner, Initiator dieses außergewöhnlichen läuferischen Events. Sein Kollege Matthias Klein erzählt weiter: „Wir haben bereits Kontakte zu einigen Schulen knüpfen können, die wir auf unserem Weg passieren und die uns für ein oder zwei Nächte Unterschlupf gewähren.“ Diese Schulen sind sowohl in den neuen als auch in den alten Bundesländern beheimatet und werden der HBG nicht nur ein Dach über dem Kopf bieten, sondern ebenfalls einen Teil der Strecke mit absolvieren.

„Um dieses gewaltige Projekt realisieren zu können, sind wir auf Unterstützung aus unserer Region angewiesen“, bittet Lehrer Fabian Stagge, der den Lauf ebenfalls begleiten wird. Benötigt werden vor allem eine gute Laufausrüstung und Verpflegung, aber auch (Klein-)Busse, um die Schülerinnen und Schüler sicher zu Start und Ziel zu transportieren. „Wir wollen etwas Besonderes erreichen“, so Viktoria Kindler, eine Schülerin, die den Lauf mit plant, „wollen Menschen in Ost und West zusammenbringen“. Wer die drei Lehrkräfte und die beteiligten Schülerinnen und Schüler der HBG unterstützen oder die Gruppe vielleicht sogar auf ihrem Weg begleiten möchte, findet weitere Informationen und Kontaktdaten auf der Homepage der Schule unter www.hbg-wf.de.


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