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ArtGeschoss-Debatte: Bürgermeister äußert Kritik

von Jan Borner


Bürgermeister Thomas Pink bei seiner Eröffnungsrede im ArtGeschoss 2013 in Wolfenbüttel. Foto: Archiv
Bürgermeister Thomas Pink bei seiner Eröffnungsrede im ArtGeschoss 2013 in Wolfenbüttel. Foto: Archiv Foto: Werner Heise

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21.08.2015


Wolfenbüttel. In Bezug auf den Umzug der Galerie auf Zeit "ArtGeschoss", die in Wolfenbüttel begann und im nächsten Jahr nach Braunschweig wechselt, hatte der Fraktionsvorsitzende der Gruppe der PIRATEN und FDP Werner Heise seine Erschütterung darüber geäußert, dass "ArtGeschoss" nun nicht mehr in Wolfenbüttel stattfinde und er erst über die Presse von dieser Entwicklung des Projektes erfahren habe (RegionalWolfenbüttel.de berichtete). Bürgermeister Thomas Pink äußert daran nun Kritik.

„Ich muss mich ja darüber wundern, wie manche Ratsmitglieder das Sommerloch nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen“, kommentiert der Bürgermeister  die Stellungnahme von Werner Heise  auf RegionalWolfenbüttel.de. Der Fraktionsvorsitzende der Gruppe der PIRATEN und FDP erklärte, er habe erst aus der Presse von der Entwicklung des Projektes ArtGeschoss erfahren und zeigte Verwunderung darüber, dass die Galerie auf Zeit, die zuvor zweimal in Wolfenbüttel stattfand, im kommenden Jahr in Braunschweig organisiert wird. „Ein Blick in die Protokolle der Kulturförderkommission, des Kulturausschusses und des Verwaltungsausschusses hätte hier sicherlich zur Erhellung des Kollegen beigetragen“, glaubt Thomas Pink. „Wenn man schon nicht die Sitzungen besucht, obwohl man Mitglied der Gremien ist, sollte man halt wenigstens die hinterher verschickten Niederschriften lesen.“  Aus diesem Grund hätten ja alle anderen Fraktions- und Gruppensprecher die Thematik gekannt, so heißt es in einer Mitteilung des Bürgermeisters. Thomas Pink weist darauf hin, dass die Kulturförderkommission ausdrücklich eine Weiterleitung an die politischen Gremien wegen zu erwartender Erfolglosigkeit verneint habe. Dies stehe so auch im Protokoll.

Akzeptanz trotz Bedauern


Der Bürgermeister fragt sich zudem , warum sich Heise in seiner Stellungnahme wundert, (Zitat:) „dass diese für Wolfenbüttel initiierte, überregional bedeutende, Kunstausstellung jetzt in unsere Nachbarstadt Braunschweig gehen soll, zumal hierüber kein politischer Beschluss gefasst wurde.“ „Als Ratsherr sollte Herr Heise eigentlich wissen, dass die Politik keinen Beschluss fassen kann, ob jemand in Wolfenbüttel, Braunschweig oder sonst wo eine Kunstausstellung anbietet. Dies liegt in der freien Entscheidung des Veranstalters“, betont Thomas Pink. Wie bereits den Medien auf Nachfrage mitgeteilt, bedauert der Bürgermeister sehr, dass Wolfenbüttel 2016 das Projekt ArtGeschoss entgegen anderer Planungen nicht fortführen kann. Trotzdem muss die Stadt die Entscheidung von Dmitrij Schurbin akzeptieren.

Die Marke "ArtGeschoss" gehört nicht der Stadt Wolfenbüttel


In Bezug auf die Verwunderung von Werner Heise und Stefan Brix von Bündnis90/DIE GRÜNEN, dass die Marke "ArtGeschoss" einfach in einer anderen Stadt weitergeführt werden kann, obwohl sie von der Stadt Wolfenbüttel initiiert wurde, erklärt Thomas Pink, dass es der Stadt Wolfenbüttel nicht gelungen sei, entsprechend eigene Markenrechte anzumelden. „Dies wurde von beauftragten Fachanwälten eingehend geprüft“, sagt der Bürgermeister. Das Deutsche Patent- und Markenamt habe zweimal dem Begehren der Stadt widersprochen. Zudem sei Schurbin auch Urheber des Begriffes ArtGeschoss. Unter diesem Begriff führt er in Berlin eine namhafte Galerie und Kunstschule.

„Auf den angekündigten Redebedarf des Kollegen Heise freue ich mich ausdrücklich“, so der Bürgermeister abschließend.


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