Asse-Gegner baten zum Gespräch

von Bernd Dukiewitz


Stellen sich gegen den Vorschlag des BfS: Dr.-Ing. Frank Hoffmann, Dr. Ralf Krupp und Heike Wiegel Foto: Bernd Dukiewitz
Stellen sich gegen den Vorschlag des BfS: Dr.-Ing. Frank Hoffmann, Dr. Ralf Krupp und Heike Wiegel Foto: Bernd Dukiewitz | Foto: Bernd Dukiewitz

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Wolfenbüttel. In einer Reihe von offenen Gesprächs- und Fragerunden haben sich nun die Mitglieder des Asse II Koordinationskreises (A2K) getroffen und ihre Gedanken und Bedenken zu den Plänen des Bundesamtes für Strahlenschutz geäußert.


Während eines kompakten Vortrags stellten der Anlagenbauer Dr.-Ing. Frank Hoffmann, der Hydrogeologe Dr. Ralf Krupp und Heike Wiegel vom A2K die Beanstandungen an den Plänen des BfS vor. Das Bundesamt möchte Ende diesen Jahres oder zu Beginn des nächsten damit beginnen, die Grubenbereiche zu verfüllen und damit abzudichten.
Die Arbeitsgruppe ist jedoch gegen eine Verfüllung und das vom Bundesamt angestrebte "Kochtopfkonzept". Dieses sieht vor, dass die kontaminierte Lauge auf ihrem Weg nach unten gestoppt wird. Ein enormes Risiko, finden die Mitglieder der A2K. "Wenn man einen Kochtopf mit Wasser befüllt, läuft er ja auch irgendwann über. Solange also nicht der unkontrollierte Laugenzufluss gestoppt ist, besteht die Gefahr, dass durch den entstehenden Druck die kontaminierte Lauge nach oben drückt und ins Grundwasser eindringt", so Hoffmann. "Wir fordern daher, dass mit der Verfüllung gestoppt wird", kritisiert Heike Wiegel. "Unsere fachlichen Beanstandungen und Alternativpläne liegen dem Bundesamt schon seit einer Weile vor. Leider wurden diese bei der Beschlussfassung völlig ignoriert".


Dr. Ralf Krupp stellte die Machbarkeit der Pläne des BfS stark in Frage: "Zum einen reden wir hier nicht von einem statischen System. Der Berg bewegt sich und so ist beispielsweise die Dichtigkeit der geplanten Drainage zumindest fraglich. Zum anderen zeigen die Pläne keine erkennbaren Wege, die einen Abtransport der Fässer in Zukunft ermöglichen".
Ob der ganze Plan des Bundesamtes noch gestoppt werden kann, wisse man noch nicht, so Wiegel. "Es ist nicht wirklich klar, wer nun klagebefugt ist. Am besten und einfachsten wäre es, wenn die Ministerien das Projekt erstmal stoppen".