"Baudenkmal Wolfenbüttel" - Die Ästhetik des 19. Jahrhunderts

von Max Förster


Dr. Hans-Henning Grote vor dem Reiterdenkmal von Herzog August. Foto: Max Förster
Dr. Hans-Henning Grote vor dem Reiterdenkmal von Herzog August. Foto: Max Förster | Foto: Max Förster

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Wolfenbüttel. Im Rahmen des Ausschusses für Kultur, Tourismus und Städtepartnerschaften stellte der ehemalige Museumsdirektor Dr. Hans-Henning Grote sein neues Projekt "Baudenkmal Wolfenbüttel" vor.

Ziel sei es, herausstechende Bauwerke, die vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert reichen, zu erforschen und darzustellen, um jene den Bürgerinnen und Bürgern zu präsentieren. Hier soll herausgestellt werden, welche Bezüge und Hintergründe bei der Wahl der ästhetischen Gestaltung der Gebäude damals eine Rolle gespielt haben, so Dr. Hans-Henning Grote.

Um dieses Projekt durchzuführen, geht er über einzelne Teilprojekte. In seinem momentanen Teilprojekt legt er den Fokus auf das 19. Jahrhundert. Seit Januar beschäftigt sich der Bau- und Kunsthistoriker damit. "Dieses Jahrhundert hat viel zu wenig Zuwendung erhalten, es gibt kaum Literatur über die Bauwerke dieser Zeit", berichtet der ehemalige Museumsleiter.

In dieser Zeit gehen viele Elemente aus der Renaissance hervor, die die Ästhetik der Antike wieder aufgegriffen hat, so Dr. Hans-Henning Grote. Eine häufig wiederkehrende Gestaltungsart ist das Triumphbogen-Motiv, das beispielsweise an der Herzog-August-Bibliothek wiederzufinden ist. Bisher wurden 13 Gebäude von ihm erforscht und schriftlich ausgearbeitet. Mit Abschluss des Projektes, das Anfang 2016 geplant ist, möchte er 25 Gebäude aus dem 19. Jahrhundert niedergeschrieben haben.

In einem weiteren Teilprojekt ist dann die Zusammenstellung aller erforschten Bauten geplant, sodass die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Wolfenbüttel einen Gesamtüberblick über die architektonischen Besonderheiten vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert erhalten.