Blutspende in Wolfenbüttel: Neue Örtlichkeit soll mehr Spender anlocken

von Anke Donner


Foto: Anke Donner)



Wolfenbüttel. Lange Wartezeiten und späte Uhrzeiten beim Blutspenden in Wolfenbüttel sollen nun bald der Vergangenheit angehören. Mit neuen Uhrzeiten und Räumlichkeiten möchte der DRK-Ortsverein neue Spender gewinnen und langjährige behalten. Ab dem 29. April sollen die regelmäßigen Blutspenden in der Lindenhallle stattfinden. 

Dort habe man die idealen Voraussetzungen, kann den Spendern offene Räume und viel Platz bieten. Grund für den "Umzug" in die Lindenhalle ist der zunehmende Ganztagsschul-Betrieb. "Ich persönlich bin froh und begrüße die Ganztagsschulen. Die Durchführung von Blutspenden machte dies jedoch immer schwieriger. Auch wenn uns die Schule immer sehr entgegen gekommen sind, mussten wir letztendlich auf andere Räumlichkeiten ausweichen", erklärt Peter Friedsch, Gebietsreferent beim Deutschen Roten Kreuz.

So kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Schwierigkeiten bei der Durchführung und Planung von Spendenterminen in Schulen. Das Deutsche Rote Kreuz war gezwungen den Beginn der Blutspende nach hinten zu verschieben und auch die Schulgebäude zu wechseln. "Das hat bei allen für Frust gesorgt, bei den Spendern, genauso wie bei den Helfern. Und durch den späteren Beginn kam es immer wieder zu langen Wartezeiten für die Spender", schildert Björn Försterling, Vorsitzende des DRK-Ortsverein.

Künftig könne jedoch wieder ab 15 Uhr in der Lindenhalle gespendet werden. "Wir hoffen, durch die neuen Zeiten und Räume die Wartezeiten entzerren zu können", so Försterling weiter. Optimal ist auch die gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr und die ausreichend vorhandenen Parkplätze.

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Spender werden dringend gesucht. Foto: DRK


Spender und Helfer dringend gesucht


Hinter jeder erfolgreichen Blutspende stehen auch zahlreiche ehrenamtliche Helfer, die sich um das leibliche Wohl der Spender kümmern. "Wir haben ein gutes Team von Ehrenamtlichen mit denen die Arbeit riesigen Spaß macht. Aber wir brachen noch mehr Unterstützung", so Försterling. Auch alle, die kein Blut spenden wollen oder können, sind herzlich willkommen, das Deutsche Roten Kreuz hinter den Kulissen als Helfer zu unterstützen. "Blut sieht man als Helfer eigentlich nie, da man mit der Zubereitung der Speisen und Getränke beschäftigt ist, oder die Spender anschließend betreut.

Über 70.000 Spender in 60 Jahren


Seit 1955 wird in Wolfenbüttel aktiv Blutspende betrieben. Seither konnten über 70.000 Blutspenden allein in Wolfenbüttel registriert werden. Davon wurden allein in den vergangenen zehn Jahren rund 30.000 Spenden verzeichnet. Das hört sich viel an, ist aber trotzdem nicht genug. "Tendenziell geht die Spendenbereitschaft leider etwas zurück. Wobei wir sagen müssen, dass die Erstspender zunehmen. Aber natürlich möchten wir auch die Spender behalten und wiedergewinnen. Das versuchen wir mit immer besseren Angeboten, beispielsweise beim Imbiss", erklärt Peter Friedsch.

Spenden darf jeder, der über 18 Jahre alt ist. Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht. Die Ärzte vor Ort überprüfen den Gesundheitszustand eines jeden Spenders.

Mit besonderen Blutspende-Aktionen Spender gewinnen


Blutspende geht nicht nur in festen und öffentlichen Räumen, Blutspenden macht nun auch mobil. Das DRK-Blutspendemobil ist seit einiger Zeit erfolgreich in der Region unterwegs und machte bereits im Februar hielt das Mobil am Schnellrestaurant in Wolfenbüttel. "Die Aktion war sehr erfolgreich. Wir hatten an diesem Tag 74 Spender, das war wirklich gut"§, so Björn Försterling zufrieden. Auch zukünftig soll das Blutspende-Mobil im Landkreis unterwegs sein. So wird das Blutspende-Mobil am 20. August am Lidl-Markt auf dem Neuen Weg und am 23. Juni wieder am Schnellrestaurant auf viele Spender hoffen.

Für das Jahr 2015 kündigt Björn Försterling  gleich eine weitere Neuerung an. Dann findet an jedem ersten Donnerstag im Monat eine Blutspende in der Lindenhalle statt. Damit gibt es flexible Möglichkeiten für die Spender, sich ihren Spendetermin im Quartal auszusuchen.


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