Braunschweiger Behördenleiterrunde zu Gast im Gärtnermuseum


Die Behördenleiter mit ihren Angehörigen und die Ehrenamtlichen des Gärtnermuseums freuten sich über eine gelungene Veranstaltung. Foto: Andreas Meißler
Die Behördenleiter mit ihren Angehörigen und die Ehrenamtlichen des Gärtnermuseums freuten sich über eine gelungene Veranstaltung. Foto: Andreas Meißler | Foto: Andreas Meißler

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Wolfenbüttel. Die von Harald Schraepler seit Jahrzehnten geleitete Runde der Behördenleiter aus der gesamten Braunschweiger Region war am Mittwoch, den 12. Juni zu Gast im Gärtnermuseum. Davon berichtet Dieter Kertscher.


Zur Geschichte der Stadt Wolfenbüttel als Gartenstadt und des Gärtnermuseumsvereins gab es Informationen, ehe Elisabeth Schwieger als fachkundige Vertreterin aus der Zunft der hiesigen Gärtner die spannende Geschichte im Vortrag eindrucksvoll lebendig werden ließ: Die anstrengende Arbeit auf den Beeten und Feldern, die frühen und beschwerlichen Fahrten auf die Märkte bis in die Heide und den Harz, aber auch das gesellige Leben vor den Toren der Stadt, denn die bis zu 150 Gartenbaubetriebe lagen allesamt vor dem Herzogtor bis hinauf zum Lechlumer Holz, dem Harztor Richtung Oderwald und dem Mühlentor mit vornehmlich Fischteichen.

Die Herzöge hatten die Gartenflächen an ehemalige Soldaten, an Invaliden und an in Wolfenbüttel zurückgebliebene Hofbeamte vergeben. Nachdem die Herzöge 1754 zurück nach Braunschweig gegangen waren, hielten die Erwerbsgärtner die Stadt Wolfenbüttel im wahrsten Sinne des Wortes „über Wasser“. Das Fazit der Vortragenden: „Heute haben wir noch ganze drei Betriebe in der Stadt, einige Betriebe sind ausgelagert worden. Die Gartenflächen sind nahezu alle Opfer der „Fruchtfolge Gartenland zu Bauland“ geworden."

Im Gärtnermuseum am Neuen Weg wurden die Geschichte, die Geräte und Wagen, Bilder, Karten und Dokumente gezeigt. In Gruppen wurden die Besichtigungen aller Ausstellungsbereiche vorgenommen, die Gespräche bei Kaffee und Kuchen fortgesetzt. Die meist aus städtischen Bereichen stammenden Besucher waren fasziniert, diese Welt vergangener Zeiten so lebensnah in einem erhaltenen „Streckhof“ (so hießen die Garten- und Wohnhäuser in Wolfenbüttel) in Erinnerung gerufen zu bekommen. Der Dank Harald Schraeplers kam aus tiefem Herzen. Schließlich weiß kaum einer besser als er als langjähriger Schrittmacher in der „Braunschweigischen Landschaft“ wie wertvoll dieses ehrenamtliche Engagement der Damen und Herren im Gärtnermuseumsverein ist.